Oxaliplatin-Lösung erleichtert Krebsbehandlung

BERLIN (gvg). Das für die kurative und adjuvante Therapie bei fortgeschrittenem Kolon-Ca genutzte Oxaliplatin steht seit kurzem - wie gemeldet - in einer neuen Formulierung zur Verfügung. Das Konzentrat ermöglicht mehr Sicherheit und verringert den Aufwand bei der Zubereitung.

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Bisher wurde für die Zubereitung von Oxaliplatin (Eloxatin®) in der Apotheke ein Lyophilisat verwendet, also eine Trockensubstanz, die aufgelöst wird. Seit kurzem gibt es Oxaliplatin auch als fertige Lösung, die in konzentrierter Form vertrieben und dann entsprechend der individuellen Bedürfnisse verdünnt wird.

Wie Dr. Markus Zieglmeier von den Städtischen Kliniken München auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sanofi-Aventis in Berlin erläutert hat, hat diese Formulierung entscheidende Vorteile. So lasse sich die Infusionslösung einfacher entnehmen und schneller zubereiten. Dadurch wird weniger Material, etwa Handschuhe und Perfusorspritzen, benötigt.

Reduziert wird zudem die Gefahr von Nadelstichverletzungen. Denn diese steigt mit der Zahl der Arbeitsschritte. Bei einem Glasbruch sei eine Lösung zudem wesentlich weniger problematisch als ein Lyophilisat. Der Grund: Sie läuft nur aus; ein Lyophilisat verteilt sich dagegen durch den Überdruck im Behälter explosionsartig im ganzen Raum.

Auch für Patienten sieht Zieglmeier Vorteile durch die neue Formulierung. So werde durch die einfachere Verarbeitung die Gefahr einer mikrobiologischen Kontamination geringer. Versehentliche Verdünnungsfehler würden noch unwahrscheinlicher. Durch die raschere Zubereitung werde es zudem einfacher, das Versorgungsideal in der ambulanten Onkologie zu erreichen, bei dem Blutentnahme, Zubereitung der Chemotherapie und Applikation der Infusion an einem Tag stattfinden.

Die neue Oxaliplatin-Lösung wird als Eloxatin®-Konzentrat in den gleichen Wirkstoffkonzentrationen angeboten wie das Lyophilisat. Sie ist in den Größen 10 und 20 Milliliter erhältlich.

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