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Welt-Alzheimertag

Plädoyer für frühe Therapie gegen Demenz

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BERLIN. "Demenz. Die Vielfalt im Blick" ist das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages am 21. September. "Wir möchten, dass Betroffene unabhängig von ihrem Krankheitsbild und ihrem Hintergrund ein gutes Leben führen können. Die Menschen und ihre Angehörigen sind unterschiedlich, die Lebenssituationen sind vielfältig. Daher braucht es individuelle Angebote und Strukturen, und wir müssen uns auch auf bestimmte Personengruppen einstellen, etwa Menschen mit Migrationshintergrund", wird Monika Kaus, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG), in einer gemeinsamen Mitteilung der DAlzG, Hirnliga und Deutscher Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) zitiert.

Bei einer gemeinsamen Presseveranstaltung wurde auch über den Stand von Forschung und Versorgung berichtet, heißt es in der Mitteilung. "Heute kann die Alzheimererkrankung bereits im Stadium einer leichten kognitiven Störung diagnostiziert werden, deutlich bevor eine Demenz vorliegt", so Privatdozent Oliver Peters vom Vorstand der Hirnliga. "Ein früher Behandlungsbeginn erscheint notwendig, weil alle Versuche die Erkrankung im Stadium der Demenz zu stoppen gescheitert sind. Solche frühen Therapien werden in klinischen Studien geprüft, deren Ergebnisse ausstehen."

Jeder zweite Demenz-Patient wird in einem Pflegeheim versorgt. "Zu oft fehlt dabei ausreichendes und speziell geschultes Pflege- und Behandlungspersonal, um freiheitsentziehende Maßnahmen oder den Einsatz von Psychopharmaka (Neuroleptika) zu vermeiden", kritisiert der Sozialmediziner und Alterspsychiater Professor Michael Rapp, Präsident der DGGPP. Alle mit der Versorgung von Demenz-Patienten befassten Berufsgruppen (Ärzte, Pflegepersonal, Ergotherapeuten) müssten gestärkt und gefördert werden. (eb)

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