Darmkrebs

Präventionspreis verliehen

Für seine Arbeiten zur Früherkennung von Darmkrebs erhält Professor Hermann Brenner aus Heidelberg den Darmkrebs-Präventionspreis 2015.

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BERLIN. In mehreren großen Studien hat Professor Hermann Brenner aus Heidelberg die Effizienz der Darmkrebsfrüherkennung evaluiert und damit wichtige Informationen für eine bessere Darmkrebsprävention gesammelt.

Dafür ist der renommierte Wissenschaftler, der die Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) leitet, jetzt beim Krebskongress mit dem Darmkrebs-Präventionspreis ausgezeichnet worden.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis geht auf eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung zurück und wird für Projekte und Forschungsarbeiten vergeben, die sich in besonderem Maße um die Darmkrebsprävention verdient gemacht haben.

In der Studie DACHS (Gastroenterology 2014;146,3: 709-717), eine Fall-Kontroll-Studie mit mehr als 10.000 Teilnehmern, habe Brenner mit seinem Team gezeigt, dass das Risiko von Darmkrebs innerhalb von zehn Jahren nach einer VorsorgeKoloskopie um bis zu 90 Prozent gesenkt werden kann, heißt es in einer Mitteilung zur Preisverleihung.

Bei Teilnehmern mit unauffälligem Befund sei das Risiko für Darmkrebs auch langfristig sehr niedrig, so dass meist über viele Jahre keine weiteren Vorsorge-Untersuchungen nötig sind.

Die KolosSal-Studie, eine Längsschnittstudie mit fast 20.000 Teilnehmern, habe diese Ergebnisse bestätigt und zugleich belegt, dass das Risiko von Komplikationen bei Vorsorge-Koloskopien sehr niedrig ist.

Und die BLITZ-Studie (Br J Cancer 2008; 99 (1)133-135) habe ergeben, dass neue immunologischen Tests Darmkrebs und seine Vorstufen im Stuhl mit einer zwei- bis dreifach höheren Sensitivität nachweisen als herkömmliche Tests. (eb)

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