Rauchen scheint Progression bei MS zu beschleunigen

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WIESBADEN (mut). Lange Zeit war es umstritten, ob Rauchen den Verlauf der MS überhaupt beeinflusst. Inzwischen mehren sich jedoch Studien, die auf einen negativen Effekt des Tabakkonsums bei MS deuten. Professor Volker Limmroth aus Köln verwies etwa auf eine aktuelle Untersuchung bei knapp 370 MS-Patienten. Von diesen rauchten 128 - im Schnitt eine Packung pro Tag.

Bei ansonsten ähnlichen Parametern wie Alter und Erkrankungsdauer hatten Raucher einen höheren Grad an Behinderungen als Nichtraucher (EDSS-Wert 3,0 versus 2,5), mehr Kontrastmittel-aufnehmende Läsionen sowie eine ausgeprägtere Gehirnatrophie, sagte der MS-Experte beim Neuro Update in Wiesbaden. Limmroth vermutet, dass Nikotin die Blut-Hirn-Schranke schädigt und dabei die Migration aktivierter Lymphozyten ins Gehirn erleichtert.

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