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Patientensicherheit

Rechner ermittelt Risiko bei Darmkrebs-Op

Veröffentlicht:

DRESDEN / BERLIN. Forscher haben einen Rechner entwickelt, der das individuelle Risiko für Komplikationen bei Darmkrebs-Op mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit kalkuliert, heißt es in einer Mitteilung zum Kongress Viszeralmedizin 2017.

Gespeist werde der Risikoprofilrechner mit Daten des seit 2012 bestehenden Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrums (StuDoQ) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). "Der Risikoprofilrechner speziell für Darmkrebsoperationen basiert derzeit auf den Daten von 16.000 Verläufen von Operationen am Dick- und Mastdarm, die im StuDoQ-Register erhoben und ausgewertet worden sind", wird Professor Heinz-Johannes Buhr, Sekretär der DGAV, zitiert. "Ziel ist es, den Rechner zukünftig mit mehr Daten weiter zu verfeinern, denn je höher die Datenmenge, desto differenzierter kann dieser Risiken kalkulieren. Es muss immer berücksichtigt werden, dass es sich um statistische Wahrscheinlichkeiten und nicht um absolute Werte handelt."

Das Ziel: Wenn Risiken schon vor der Operation besser abgeschätzt werden können, können sich Arzt und Patient besser auf die anstehende Operation vorbereiten: Nach den Aufklärungsgesprächen wissen beide um die potenziellen Gefahren, können eine erhöhte Achtsamkeit entwickeln und präventiv wirkende Maßnahmen ergreifen.

Der Risikoprofilrechner für Darmkrebs-Operationen werde derzeit in mehreren Testkliniken validiert, heißt es weiter. Erste Ergebnisse seien sehr vielversprechend. Experten schätzen, dass der Rechner ab etwa Anfang 2018 in die breitere Anwendung gehen kann. Langfristiges Ziel sei es, den Rechner auch für andere Operationen, etwa für Eingriffe am Pankreas aufzusetzen. (eb)

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