Direkt zum Inhaltsbereich

Rosazea

Risiko für koronare Herzkrankheit ist erhöht

Veröffentlicht:

TAIPEH/TAIWAN. Patienten mit Rosazea tendieren zu Störungen des Lipidstoffwechsels und Hypertonie. Ihr Risiko für eine KHK ist aber auch unabhängig von typischen Risikofaktoren erhöht.

Das haben Dermatologen um Tuan-Chun Hua von der taiwanischen Yang-Ming-Universität in Taipeh herausgefunden (J Am Acad Dermatol 2015, online 22. Mai).

In ihrer Studie wurden die Daten von 33 553 Patienten mit Rosazea berücksichtigt und jeweils mit denen von zwei Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts verglichen: 21 Prozent der Rosazeapatienten, aber nur 16 Prozent der Kontrollen hatten eine Dyslipidämie.

 Für die KHK betrugen die Häufigkeiten 11 und 9 Prozent.

Kein Zusammenhang mit Diabetes

Hyperton waren 23 Prozent der Patienten und 21 Prozent der Kontrollen. Die Assoziation von Rosazea und KHK blieb auch bestehen, nachdem die Daten nach dem Vorliegen klassischer Risikofaktoren - Hypertonie, Dyslipidämie, Diabetes mellitus - abgeglichen worden waren.

Dies zeige, dass die Korrelation unabhängig von anderen Faktoren bestehe, schreiben die Forscher und verweisen auf verwandte Befunde bei Psoriasispatienten. Interessanterweise gab es keine Assoziation zwischen Rosazea und Diabetes mellitus.

Dies könnte daran liegen, dass Diabetes mit einer endothelialen Dysfunktion und demzufolge mit einer beeinträchtigten Vasodilatation einhergeht, so die Forscher.

Die Assoziation beider Erkrankungen werde dadurch womöglich verringert.Einschränkend bemerken die Forscher, es habe sich bei der Studienpopulation überwiegend um Personen mit Hauttyp III oder IV gehandelt.

Die Ergebnisse sollten daher nur mit Vorsicht auf hellere Hauttypen übertragen werden, bei denen die Prävalenz von Rosazea möglicherweise höher sei."Wir schlagen vor, Patienten mit Rosazea auf kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie auf Herz- und Gefäßerkrankungen zu screenen", schreiben Hua und Kollegen.

Auf bestimmte Subgruppen sollte man besonders achten. Dazu gehören zum Beispiel Patienten, die in einem Alter von 40 Jahren oder jünger an Rosazea erkranken - bei ihnen ist das Hautleiden signifikant mit Dyslipdämie vergesellschaftet. (rb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tipps für die Therapie

Was gegen Warzen wirklich hilft

Interimsanalyse der TRIM-Studie

Nachsorge von Melanomen: Bildgebung womöglich nutzlos

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren