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Schlafstörung bei Frauen - an Schlafapnoe wird selten gedacht

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BOCHUM (ikr). Eine Schlafapnoe wird bei Frauen oft nicht erkannt. Denn Ein- und Durchschlafstörungen, über die viele dieser Frauen berichten, lenken häufig auf die falsche Fährte. Statt einer Schlafapnoe wird eher eine Depression diagnostiziert. Anamnese und Fragebogen helfen bei der Klärung.

Der Zusammenhang zwischen Schlafstörung und Schlafapnoe ist gut belegt. So wurden in einer Studie 394 Frauen in der Postmenopause mit Schlafstörungen im Schlaflabor untersucht. 67 Prozent der Frauen hatten einen erhöhten Apnoe-Hypopnoe-Index von mehr als fünf pro Stunde. Und: 16 Prozent schnarchten und klagten über Tagesmüdigkeit. In einer anderen Studie waren bei Frauen mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) signifikant häufiger als bei Männern Schlafstörungen das Kardinalsymptom.

Diese Schlafapnoe-atypischen Beschwerden sind für Experten ein wichtiger Grund, warum Frauen viel seltener als Männer im Schlaflabor untersucht werden und das OSAS bei Frauen viel seltener diagnostiziert wird (Pneumologie 61, 2007, 725).

Über 90 Prozent der Patienten im Schlaflabor sind zwar Männer, aus Studien ist aber inzwischen klar: Bei adipösen Frauen und Frauen in der Postmenopause ist die Schlafapnoe ähnlich häufig wie bei Männern (vier Prozent). Bei Frauen allgemein beträgt die Prävalenz zwei Prozent. Der Grund für die Zunahme nach der Menopause liegt darin, dass Schutzmechanismen wie Sexualhormone verschwinden. Ein Fragebogen, die Epworth-Sleepiness-Skala, hilft bei der Diagnostik: Hierbei wird gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, in alltäglichen Situationen einzuschlafen.

Ein OSAS erhöht das Risiko für Hypertonie und KHK. Umgekehrt senkt eine CPAP-Beatmung den mittleren Blutdruck um 1,7 mmHg. Bereits eine Reduktion um 1 bis 2 mmHg senkt KHK- und Schlaganfallrate.

Der Test auf Schlafapnoe steht unter: www.gutgeschlafen.ch/epworth.asp.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Der Trick mit dem Fragebogen

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