Direkt zum Inhaltsbereich

WHO

Sechs Millionen Malaria-Fälle 2019 in Burundi

Die WHO meldet eine Malaria-Epidemie in Burundi. 1855 Todesfälle wurden registriert.

Veröffentlicht:

BUJUMBURA. In Burundi hat es seit Beginn des Jahres laut WHO fast sechs Millionen Fälle von Malaria gegeben – bei einer Bevölkerung von rund elf Millionen Menschen. Von Januar bis Ende Juli seien 1855 Menschen an der Krankheit gestorben, teilte die WHO auf Anfrage mit. Das sind fast so viele Opfer wie der Ebola-Ausbruch im Nachbarland Kongo in einem Jahr gefordert hat. Bereits Anfang Mai sei die Schwelle zu einer Epidemie überschritten worden, hieß es.

Die Regierung des Landes in Ostafrika bestreitet allerdings die Zahlen und will nicht von einer Epidemie sprechen. Von Januar bis Juni seien rund 1400 Menschen an Malaria gestorben, sagte Gesundheitsminister Thaddée Ndikumana der Presseagentur „dpa“. 2017 habe es dagegen binnen sechs Monaten 4500 Todesopfer gegeben. Wenn man diese Zahlen vergleiche, gebe es keinen Grund, derzeit von einer Epidemie zu sprechen.

Ndikumana führt die hohe Zahl der Malaria-Fälle in diesem Jahr vor allem auf den Klimawandel zurück. Die Regenzeit sei länger als üblich gewesen, was zu einer größeren Zahl an Moskitos geführt habe, sagte er. Zudem seien in manchen Gegenden die Temperaturen höher als üblich. Um Malaria einzudämmen, will die Regierung demnach unter anderem mit einem Insektizid imprägnierte Moskitonetze verteilen.

Burundi ist einem UN-Index zufolge eines der ärmsten Länder der Welt. Demnach liegt die Lebenserwartung bei 57,9 Jahren, im Vergleich zu 81,2 Jahren in Deutschland. Burundi wird seit 2005 von Präsident Pierre Nkurunziza regiert. Den Behörden des Landes warf eine Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsbüros wiederholt Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

Immer wieder kommt die Regierung mit internationalen Organisationen in Konflikt. So trat Burundi 2017 aus dem Internationalen Strafgerichtshof aus, vergangenes Jahr ordnete die Regierung zudem die Schließung des örtlichen UN-Menschenrechtsbüros an. (dpa)

Mehr zum Thema

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Prof. Dr. Tomas Jelinek ist unter anderem medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin (CRM) in Düsseldorf.

© [M] Jens Klatt; racamani / Fotolia

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Ins Reisebudget gehören auch Impfungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Tomas Jelinek ist unter anderem medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin (CRM) in Düsseldorf.

© [M] Jens Klatt; racamani / Fotolia

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Impfungen gehören in jedes Reisegepäck

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram