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Sport: Den Darmpolypen davonlaufen

In der Prävention kolorektaler Karzinome stehen Stuhltests und Darmspiegelung obenan. Gesundheitsbewusste können auch direkt aktiv werden - im wahrsten Sinn des Wortes. Denn nach einer neuen Studie haben sportliche Menschen weniger Krebsvorstufen als Faulpelze.

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Der Frühling ist doch die beste Jahreszeit, um mit Krebsvorsorge durch Sport zu beginnen.

Der Frühling ist doch die beste Jahreszeit, um mit Krebsvorsorge durch Sport zu beginnen.

© Erwin W. / panthermedia.net

ST. LOUIS (ars). Im Darmkrebsmonat März steht zwar die Vorsorge per Koloskopie im Vordergrund. Doch bietet er sich Ärzten auch an als günstiger Monat, Patienten zu einer weiteren Form der Vorsorge zu ermuntern: zu Sport.

Ein Argument liefert ihnen etwa eine aktuelle Meta- Analyse, wonach Bewegung bereits vor frühen Phasen - Adenomen und Polypen - schützt.

Dass Sport dem Endstadium des Kolonkarzinoms vorbeugt, gilt mittlerweile als gut belegt. Auch wurden schon einige Studien publiziert, dass körperliche Aktivität das Risiko für die Tumorvorläufer senkt, doch kommen sie zu recht unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Risikoreduktion schwankt zwischen "nicht vorhanden" und 66 Prozent. Um den Zusammenhang abzuklären, haben Dr. Kathleen Wolin und ihre Kollegen aus St. Louis eine Meta-Analyse erstellt. Sie werteten 20 Studien aus, deren Teilnehmerzahlen von 230 bis rund 81.000 reichen (British Journal of Cancer 2011; 104: 882).

In der Zusammenschau errechneten die Wissenschaftler: Die Wahrscheinlichkeit von Adenomen ist in der sportlichsten Gruppe signifikant geringer als bei den Bewegungsmuffeln, und zwar um 16 Prozent.

Dieser Schutzeffekt war für Männer und Frauen etwa gleich groß. Mit 35 Prozent noch deutlicher fiel der präventive Gewinn aus, als die Forscher die Beziehung zwischen Sport und großen oder fortgeschrittenen Adenomen ermittelten.

Sie spekulieren, dass Sport eventuell weniger die Neubildung von Polypen verhindert, sondern eher deren Fortschreiten zu Karzinomen bremst.

Als Erklärung schlagen sie mehrere Mechanismen vor: So könnte Bewegung die Immunabwehr stärken, Entzündungsprozesse hemmen und die Vitamin-D-Konzentration im Blut erhöhen.

Ausschlaggebend aber sei vermutlich, dass die Insulinspiegel sinken und die Insulin-Empfindlichkeit steigt. Eine Hyperinsulinämie war in einer Studie direkt mit einem erhöhten Risiko für Kolonpolypen verknüpft.

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