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Sport macht Brustkrebs-Patientinnen stark

HAMBURG (nke). "Brustkrebs bewegt" ist das Motto einer neuen Initiative, die erkrankte Frauen informieren und stärken möchte. Mit Aktionstagen, Internetseiten und speziellem Bewegungsprogramm sollen Frauen motiviert werden, ihrem Körper und ihrer Seele etwas Gutes zu tun. Dabei stehen Sport und Bewegung im Mittelpunkt der Initiative.

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"Mit Bewegung können alle drei Bereiche angesprochen werden, die zur Lebensqualität beitragen - der physische, psychische und soziale Bereich", sagte Professor Klaus Schüle vom Institut für Rehabilitation und Behindertensport der Deutschen Sporthochschule Köln bei einer Pressekonferenz in Hamburg.

Bewegung macht einige Widrigkeiten der Therapie wett

Bewegung fördert den Heilungsprozeß, weil dadurch Körper und Abwehrkräfte gestärkt sowie Körperwahrnehmung, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer verbessert werden. "Die Therapie bringt Einschränkungen im täglichen Leben mit sich, zum Beispiel durch Schmerzen in Arm und Schulter. Da läßt sich mit Sport einiges ausgleichen", so Schüle.

Abgesehen von diesen funktionellen Aspekten könne Bewegung auch helfen, das Fatigue-Syndrom zu lindern. Bewegung stärke das durch die Chemo- und Strahlentherapie geschwächte Immunsystem und führe zu einer psychischen Aufhellung. Dazu gehöre auch das Bewußtsein, selbst an der Therapie und möglicherweise sogar an der Gesundung mitzuwirken.

Bisher hat sich Sport in der Krebsnachsorge allerdings noch nicht so richtig durchgesetzt, beklagte der Kölner Sportwissenschaftler. Es gebe mittlerweile zwar etwa 6000 Herzsportgruppen in Deutschland, aber nur 650 Sportgruppen für die Krebsnachsorge.

Übungen für Zuhause gibt‘s auf der Homepage der Initiative

Aber schon zu Hause kann man einiges tun. Deshalb hat Schüle mit seinem Team zehn Übungen zu Ausdauer, Muskelkräftigung, Flexibilität und Entspannung speziell für Brustkrebs-Patientinnen erarbeitet. Das Übungsprogramm ist in einer Broschüre sowie auf der Homepage der Initiative dargestellt und beschrieben. Dort gibt es außerdem Informationen rund um Erkrankung und Therapie sowie nützliche Adressen und Links.

Die Initiative versteht sich als Anlaufstelle für Patientinnen, wo sie Informationen, Rat und praktische Tips für den Umgang mit der Krankheit finden - für die Zeit in der Klinik, während der Therapie und für die Zeit danach. Sie wurde von dem Unternehmen AstraZeneca und der Deutschen Sporthochschule Köln ins Leben gerufen.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.brustkrebs-bewegt.de

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