Krebs

Sport vertreibt die Angst chronisch Kranker

ATHENS (mut). Ob KHK, Krebs oder Rheuma - oft werden chronische Krankheiten von Ängsten begleitet. Diese lassen sich mit Aerobic, Nordic Walking oder Krafttraining gut vertreiben.

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Mehr als 30 Minuten Training am Stück stärkt nicht nur körperlich © Kzenon / fotolia.com

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Etwas Sport hat in Studien bereits schon die Kognition chronisch Kranker verbessert und die Fatigue gelindert. Jetzt liefern US-Ärzte noch einen weiteren Grund, solche Patienten zu mehr Bewegung zu motivieren: Auch Ängste verschwinden. Das könnte sowohl die Lebensqualität steigern als auch die Compliance für die jeweilige Therapie verbessern, vermutet ein Team um Dr. Matthew Herring aus Athens in Georgia.

Die Forscher hatten 40 Studien mit insgesamt knapp 3000 chronisch Kranken ausgewertet, in denen die Effekte von körperlichem Training wie Aerobic, Nordic Walking oder Gewichtheben unter anderem auch auf Ängste geprüft wurden. In 66 von 75 einzelnen Auswertungen - das sind knapp 90 Prozent - gingen bei regelmäßigem Training Angstzustände und Nervosität deutlich stärker zurück als in den nicht trainierenden Kontrollgruppen.

Insgesamt reduzierten sich die Angstsymptome auf Angstskalen im Schnitt um 20 Prozent. Am stärksten war der Effekt, wenn die Teilnehmer länger als 30 Minuten am Stück trainierten. Überraschenderweise zeigten Trainingsprogramme mit einer Dauer von drei bis zwölf Wochen einen größeren Nutzen als längerfristige Programme. Vermutlich, so die Forscher, ist die Abbrecherquote bei längeren Programmen höher (Arch Intern Med 170, 2010, 321).

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