Versorgungsforschung

Studie hinterfragt Zugang zu Kinderärzten in Bayern

Würzburger Wissenschaftler wollen die bundesweiten Kriterien für die kinderärztliche Bedarfsplanung unter die Lupe nehmen und Verbesserungsvorschläge entwickeln. Der Freistaat fördert das Vorhaben.

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Mangelware pädiatrische Versorgung? Forscher der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wollen prüfen, wie es um die pädiatrische Bedarfsplanung tatsächlich steht. (Motiv mit Fotomodellen)

Mangelware pädiatrische Versorgung? Forscher der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wollen prüfen, wie es um die pädiatrische Bedarfsplanung tatsächlich steht. (Motiv mit Fotomodellen)

© bnenin / stock.adobe.com

Würzburg/München. Haben Familien ausreichend Zugang zu Kinderärzten – und falls nein, woran liegt das? Diese Fragestellung steht im Zentrum des Forschungsvorhabens „Zugang zu kinderärztlicher Versorgung in Bayern (ZukiBa) – eine mehrdimensionale Mixed-Methods-Analyse“ der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Startschuss wird am 1. Februar fallen, es fließen Fördergelder des Freistaats Bayern in Höhe von 20.000 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums hervor.

Gesundheitsministerin Judith Gerlach wolle die bundesweiten Kriterien für die kinderärztliche Bedarfsplanung auf den Prüfstand stellen, heißt es zudem. Entwickelt werden sollen im Studienverlauf auch Verbesserungsvorschläge.

Alle Arten der Erreichbarkeit anschauen

In der bundesweiten Bedarfsplanung würden diese verschiedenen Erreichbarkeiten nicht berücksichtigt, wird Gerlach zitiert, hier sehe sie eine Schwachstelle. Es gehe um Verfügbarkeit und räumliche Erreichbarkeit, aber auch um Akzeptanz, Mobilität und Informiertheit. Die Wissenschaftler wollen deshalb im Zuge der Studie alle Arten der Erreichbarkeit von Kinderärzten untersuchen. Einfließen sollen soziale, finanzielle, persönliche und geografische Faktoren.

Hubmann fordert „sektorenübergreifendes Denken“

Dr. Michael Hubmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, begrüßt das Vorhaben und betont: „Um die Versorgung aufrechtzuerhalten, braucht es ein sektorenübergreifendes Denken: Ausscheiden der Babyboomer, überbordende Bürokratie und permanente Verfügbarkeit erschweren die Nachfolgesuche in vielen Praxen.“ (mic)

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