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Coronavirus-Variante Omikron

Omikron-Sublinie XBB.1.5 in Europa auf dem Vormarsch

XBB.1.5 breitet sich in Europa aus und wird wohl in den kommenden Monaten auch in Deutschland die dominante Coronavirus-Variante werden. Derzeit wird laut WHO daran gearbeitet, die potenziellen Auswirkungen davon zu bewerten.

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Ein Nasenabstrich wird für einen Corona-Test entnommen: Bei einem positiven Ergebnis könnte es sich auch um die Sublinie XBB.1.5 der Variante Omikron handeln.

Ein Nasenabstrich wird für einen Corona-Test entnommen: Bei einem positiven Ergebnis könnte es sich auch um die Sublinie XBB.1.5 der Variante Omikron handeln.

© Frank Hoermann/SVEN SIMON/picture alliance

Kopenhagen. Die Sublinie XBB.1.5 der Coronavirus-Variante Omikron ist nach WHO-Angaben auch in Europa auf dem Vormarsch. Jüngste Daten aus einigen Ländern der Region fingen an, auf die zunehmende Präsenz von XBB.1.5 hinzudeuten, sagte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am Dienstag bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Fälle würden in kleiner, aber wachsender Zahl entdeckt. Man arbeite daran, die potenziellen Auswirkungen davon zu bewerten. Nach drei langen Pandemiejahren könne man sich keinen weiteren Druck auf die Gesundheitssysteme leisten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich in der vergangenen Woche besorgt gezeigt wegen der neuen Variante, die im Nordosten der USA erstmals im Oktober auffiel und seit Mitte Dezember das Infektionsgeschehen dort dominiert. Der Bremer Epidemiologe Professor Hajo Zeeb hatte gesagt, man könne relativ sicher sagen, dass XBB.1.5 in den kommenden Monaten auch in Deutschland die dominante Variante werde. Anlass zu großer Sorge gebe es aber nicht.

Bisher keine neuen Virusvarianten aus China

Hinsichtlich der verschärften Corona-Lage in China teilte Kluge die aktuelle Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, dass der Anstieg der dortigen Fallzahlen die epidemiologische Lage in Europa voraussichtlich nicht größer beeinflussen wird. Den verfügbaren Informationen zufolge seien die in China zirkulierenden Varianten diejenigen, die auch schon in Europa und anderswo gesehen worden seien.

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Man dürfe jedoch nicht selbstgefällig werden, sagte Kluge. Es sei nicht unangebracht, dass Länder Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz ihrer Bevölkerungen ergriffen. Die Staaten, die vorsorgliche Reisemaßnahmen einführten, sollten aber darauf achten, dass diese in der Wissenschaft verwurzelt, angemessen und diskriminierungsfrei seien. (dpa)

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