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Teure Alcopops bei Jugendlichen weniger gefragt

BERLIN (hak). Suchtprävention bei Jugendlichen scheint am besten über den Geldbeutel zu funktionieren. Dieser Eindruck drängt sich beim Blick auf die jüngste Bilanz der Drogenpolitik der Bundesregierung auf.

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So ist außer der Zahl jugendlicher Raucher auch der Konsum von alkoholhaltigen Mixgetränken unter Jugendlichen nach Steuererhöhungen deutlich zurückgegangen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Danach konsumieren nur noch 16 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Monat die sogenannten Alcopops. Vor Einführung der Sondersteuer im August vergangenen Jahres waren es noch 28 Prozent. Ein Drittel der Jugendlichen, die vorher die alkoholischen Mixgetränke gekauft haben, kaufen jetzt keine mehr, ein Drittel kauft weniger. Hauptgrund für den Konsumverzicht seien die gestiegenen Preise, so die Befragten.

"Bei der Mehrheit der Jugendlichen wirkt das Preissignal", stellte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marion Caspers-Merk bei Vorstellung des aktuellen Drogenberichtes zufrieden fest. Die Alcopop-Steuer sei auch deshalb zum Erfolg geworden, weil das Problem des Alkoholkonsums unter Jugendlichen öffentlich thematisiert worden sei.

Sorgen bereitet der Drogenbeauftragten dagegen die steigende Zahl jugendlicher Konsumenten einer Droge, die sich der staatlichen Preisregulierung entzieht: Cannabis. Bereits im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren hätten sieben Prozent der Jugendlichen Erfahrungen mit der Droge.

Unter den 18- bis 25jährigen habe jeder fünfte Jugendliche im letzten Jahr Cannabis konsumiert. "Das ist ein Alarmsignal", so Caspers-Merk. Cannabis sei eine Einstiegsdroge, werde häufig mit anderen Suchtmitteln kombiniert, und werde zu Unrecht verharmlost.

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