Direkt zum Inhaltsbereich

Tod durch Herzinfarkt: Deutschland im Mittelfeld

BERLIN (hub). Geht es ums Herz, sind die Franzosen am gesündesten in Europa: Ihre Sterberate durch Herzinfarkt ist die niedrigste.

Veröffentlicht:

Deutliche Unterschiede in Europa bei der Rate von Todesfällen infolge koronarer Erkrankungen hat jetzt erneut eine Auswertung aktueller Daten von Eurostat und nationalen Statistikämtern ergeben (Eur Heart J 29, 2008, 1316). Dabei wurden Todesfälle durch Herzinfarkt bei Menschen im Alter von 45 bis 74 Jahren erfasst.

Bei der Herzinfarkt-Sterberate gibt es ein klares Gefälle von Nordost-Europa nach Südwest-Europa, bilanzieren Dr. Jacqueline Müller-Nordhorn und ihre Kollegen von der Charité Berlin. Das Risiko, durch einen Herzinfarkt zu sterben, ist für einen Mann aus Lettland siebenmal höher als für einen Franzosen. Auch die Französinnen sind in Europa am herzgesündesten: Ihr Herztod-Risiko ist mehr als zehnmal niedriger als das einer Frau aus Estland.

Seit Jahrzehnten sinke in West-Europa die Sterberate durch Herzinfarkt um etwa zwei Prozent pro Jahr, so die Forscher. In Ost-Europa hingegen stieg sie in den 70er- und 80er-Jahren, seit Mitte der 90er-Jahre stagniert sie. Fettes Essen haben die Forscher als einen Hauptgrund für den Ost-West-Gradienten ausgemacht. Der Konsum gesättigter Fette liege im Osten weit über dem West-Niveau.

Doch Verhaltensänderungen können etwas bringen. So nehme in Polen seit den 90er Jahren bei der Fettaufnahme der Anteil gesättigter Fettsäuren ab. Parallel dazu ist die Herzinfarktrate um ein Viertel gesunken.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Cannabis-Blüten auf Kassenrezept sind raus – was sind die Alternativen?

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität