Zwischenziele verfehlt

UNAIDS: Ende der Aids-Pandemie bis 2030? Nur bei großer Kraftanstrengung!

Für das Ende der Aids-Pandemie müsste die Weltgemeinschaft Milliardenbeträge zusätzlich investieren. Forderungen dazu kommen vom Programm UNAIDS.

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UNAIDS-Chefin Winnie Byanyima hat am Wochenende mehr Dynamik im Kampf gegen Aids gefordert. Das Bild zeigt Byanyima vor drei Jahren, als sie noch Geschäftsführerin von Oxfam International war. (Archivbild)

UNAIDS-Chefin Winnie Byanyima hat am Wochenende mehr Dynamik im Kampf gegen Aids gefordert. Das Bild zeigt Byanyima vor drei Jahren, als sie noch Geschäftsführerin von Oxfam International war. (Archivbild)

© dpa

Genf. Wenn die Welt die Aids-Pandemie, wie vor Jahren beschlossen, bis 2030 beenden will, müssen neue Milliardenbeträge investiert werden. Die bis 2020 gesteckten Zwischenziele sind nämlich alle verfehlt worden, wie das UN-Programm UNAIDS am Donnerstag zum 40. Jahrestag der ersten Beschreibung der damals mysteriösen Krankheit in Genf berichtete. Seitdem sind nach Schätzungen fast 35 Millionen Menschen durch Komplikationen aufgrund von Aids gestorben.

Das Versagen liegt nicht nur an der Coronavirus-Pandemie, die in vielen Ländern Ressourcen verschlungen hat und verhinderte, dass Menschen sich testen ließen oder Medikamente abholten. Schon seit einigen Jahren seien die internationalen Mittel, die zum Kampf gegen Aids aufgebracht werden, rückläufig, so UNAIDS. Kommende Woche wollen die Vereinten Nationen in New York bei einem Aids-Gipfel einen neuen Spendenaufruf starten.

„Neue Dynamik dringend nötig“

„Die COVID-Pandemie hat den Politikern vor Augen geführt, wie verletzlich wir alle sind, wie das Wirtschaftsleben zum Stillstand gebracht werden kann, wie Menschen sterben“, sagte die Exekutivdirektorin von UNAIDS, Winnie Byanyima, der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb müsse nun auch neue Dynamik beim Kampf gegen Aids entwickelt werden. „Wir haben (in der Corona-Pandemie) bewiesen, dass die Wissenschaft in kürzester Zeit Lösungen hervorbringen kann, und wir haben bewiesen, dass Regierungen Ressourcen aufbringen können“, sagte Bynayima. Sie sei deshalb vorsichtig optimistisch, dass dies auch zur Beendigung der HIV-Pandemie möglich sei. (dpa)

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