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Ulla Schmidt weist Kritik an Impfung gegen HPV zurück

BERLIN (eb). Vor dem Hintergrund wiederholter Kritik an der Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) hat sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ausdrücklich für diese Impfung ausgesprochen.

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Ein Mädchen wird gegen HPV geimpft. Diese Leistung müssen die meisten Versicherten bisher selbst zahlen.

Ein Mädchen wird gegen HPV geimpft. Diese Leistung müssen die meisten Versicherten bisher selbst zahlen.

© Foto: Sanofi-Pasteur MSD

Sie stehe "voll und ganz hinter der Entscheidung für diesen Impfstoff", sagte Schmidt bei einem Symposium des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen. Damit widersprach die Ministerin einer Gruppe von 13 Wissenschaftlern, die kürzlich kritisiert hatten, die Wirksamkeit der Impfung sei nicht ausreichend geklärt.

Schmidt dagegen betonte, der Impfstoff biete die Möglichkeit, "schon junge Mädchen vor einer Infektion zu schützen, die später möglicherweise therapeutische Eingriffe notwendig machen würde". Anders als die Kritiker lehnte sie damit auch eine Neubewertung der Impfung ab: "Für mich zählt jede Frau, der ein solcher Eingriff oder sogar Krebs erspart bleibt", sagte Schmidt. Damit bestätigte die Ministerin die positive Haltung der Bundesregierung zur HPV-Impfung. Bereits im Mai hatte die Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion betont, es gebe "keinen Anlass, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO zur Impfung gegen HPV-Infektionen (...) in Frage zu stellen".

Auch der frisch gebackene Nobelpreisträger Professor Harald zur Hausen aus Heidelberg hat sich klar für die Impfung gegen HPV ausgesprochen. Umfangreiche globale Studien hätten belegt, dass die humanen Papillomvirus Typen 16 und 18, vor denen die Impfung zu 98 Prozent schützt, für 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen die Ursache seien (wir berichteten).

Lesen Sie dazu auch: Krebsimpfung: Kritik wird zurückgewiesen

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