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Verschluss der A. abdominalis statt Schlaganfall

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BAD HOMBURG (ner). Bei akuter Paraparese der Beine sollte man nicht vergessen, die Fußpulse zu tasten. Bei einem jungen Patienten, der zunächst auf die Stroke Unit der Uniklinik Freiburg aufgenommen worden war, lag ein langstreckiger Verschluss der Arteria abdominalis vor.

Der 33-jährige Mann war wegen akuter gürtelförmiger Schmerzen infraumbilikal sowie mit brennenden Schmerzen in beiden Beinen in die Klinik gebracht worden.

Der Notarzt hatte eine mittelgradige Paraparese der Beine festgestellt. Die neurologische Untersuchung ergab jedoch allenfalls geringe Kraftdefizite und keine Sensibilitätsstörungen - die Untersuchung war schmerzbedingt schwierig, berichtete Mona Laible von der Uni Freiburg beim ANIM-Kongress. Der Mann hatte früher bereits einen Hirninfarkt erlitten und nahm deswegen prophylaktisch ASS ein.

Nach erfolgloser Suche wurde schließlich eine Dopplersonografie vorgenommen, zumal Fuß- und Leistenpulse nicht tastbar waren - der Patient klagte über eine Anästhesie beider Vorfüße. In der Tat fanden sich weder am Fuß noch an der Arteria poplitea Flusssignale. CT-angiografisch war dann der Verschluss der A. abdominalis zu sehen. Die neurologischen Symptome waren erst sekundär entstanden. Gefäßchirurgen entfernten schließlich den frischen Thrombus und behandelten mit Vitamin-K-Antagonisten.

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