Direkt zum Inhaltsbereich

Lupus erythematodes

Viele Lupus-Patienten sind verunsichert wegen Corona-Impfung

Eine Corona-Impfung ist für Patienten mit der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes mitunter heikel. Das wissen viele der Betroffenen und haben entsprechende Ängste, wie eine Umfrage offenbart.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Lupus-Patienten sollten vor einer Corona-Impfung erst ihren Arzt konsultieren, um herauszufinden, wann angesichts der gegenwärtigen Medikamentengabe ein geeigneter Zeitpunkt ist.

Lupus-Patienten sollten vor einer Corona-Impfung erst ihren Arzt konsultieren, um herauszufinden, wann angesichts der gegenwärtigen Medikamentengabe ein geeigneter Zeitpunkt ist.

© zoranm / Getty Images / iStock

Washington, D.C. Drei von vier Patienten weltweit, die an der Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes (SLE) leiden, haben besondere Angst vor einer Corona-Schutzimpfung.

Das geht aus einer anlässlich des Welt-Lupus-Tages am 10. Mai veröffentlichten Umfrage der World Lupus Foundation (WLF) unter mehr als 6000 SLE-Patienten in 85 Ländern hervor – die Daten wurden in der zweiten Märzhälfte dieses Jahres erhoben.

68 Prozent befürchten Nebenwirkungen auf SLE

Konkret äußerten 68 Prozent die Besorgnis, die Impfung könne unerwünschte Nebenwirkungen auf ihre SLE haben. 52 Prozent haben Bedenken bezüglich der Sicherheit der Impfung.

Während 57 Prozent der befragten, in den USA lebenden Patienten bereits mindestens eine SARS-CoV-2-Vakzinierung durchlaufen haben, geben dies für die Länder außerhalb der Vereinigten Staaten nur 24 Prozent an.

Im Gegenzug dazu haben elf Prozent der in den USA lebenden SLE-Patienten bereits eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht – im Rest der Welt waren es sieben Prozent.

Ein Drittel unsicher über frühen Zugang zur Impfung

In vielen Ländern wurde Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen prioritär Zugang zur Corona-Impfung gewährt. 35 Prozent der Befragten gaben jedoch an, eben diesen Zugang nicht gewährt bekommen zu haben, weitere 35 Prozent wissen nicht, wie dies in ihrem konkreten Fall geregelt ist.

Wie in Deutschland, so gab es offensichtlich auch in anderen Ländern der Welt Corona-bedingte Einschnitte beim Zugang zur medizinischen Versorgung für SLE-Patienten. So berichten 36 Prozent der Umfrageteilnehmer von einem eingeschränkten Zugang zu ihrem Rheumatologen während der Pandemie. 24 Prozent beklagen den verminderten Zugang zu notwendigen Infusionen sowie 17 Prozent von Einschnitten bei der medikamentösen Versorgung.

Impfung: Rücksprache mit Ärzten empfohlen

Die Ärztin Karen Costenbader, Direktorin des Lupus-Programms am Brigham and Women’s Hospital in Massachusetts, rät SLE-Patienten dringend, vor der Corona-Vakzinierung ärztlichen Rat einzuholen.

„Lupus-Patienten sollten ihre Impfpläne mit ihren Ärzten besprechen, um herauszufinden, wie ihr gegenwärtiges Arzneiregime von der Vakzine affektiert werden könnte. So kann der beste Zeitpunkt für eine Impfung bestimmt werden“, wird Costenbader von der WLF zitiert.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Kasuistik

Schwindel und Leistungsknick: Was sehen Sie im EKG?

Lesetipps
Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt