West- und Zentralafrika

WHO besorgt wegen Ebola-Ausbrüchen

In West- und Zentralafrika ist es erneut zu Ebola-Ausbrüchen gekommen. In Guinea stammt der ursächliche Erreger sehr wahrscheinlich von Überlebenden des bisher größten Ebola-Ausbruchs – der vor fünf Jahren für beendet erklärt worden war.

Veröffentlicht:
Prävention in Ebola-Regionen: Gegen das hämorrhagische Fieber gibt es inzwischen wirksame Impfstoffe.

Prävention in Ebola-Regionen: Gegen das hämorrhagische Fieber gibt es inzwischen wirksame Impfstoffe.

© Avatar_023/stock.adobe.com

Berlin. Die WHO sorgt sich um zwei neue Ebola-Ausbrüche in Guinea und der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Wie das Robert Koch-Institut berichtet, waren im Südosten von Guinea (Region Nzerekore) einige Teilnehmer einer Beerdigung mit Durchfall, Erbrechen und Blutungssymptomen erkrankt. Bei einigen von ihnen wurden Infektionen mit dem Ebolavirus (Spezies ZEBOV, Zaire-Ebolavirus) diagnostiziert. Es seien bereits Todesfälle aufgetreten. Die betroffene Region liegt grenznah vor allem zu den Ländern Elfenbeinküste und Liberia.

Der Ebola-Ausbruch geht dabei offenbar auf den gleichen Virenstamm zurück, der bereits von 2014 bis 2016 in Westafrika zirkulierte, so das Institut. Das zeigten genetische Analysen verschiedener internationaler Forschergruppen, unter anderem auch des RKI. Der Erreger ist demzufolge nicht neu aus dem Tierreich auf den Menschen übergegangen. Er stammt vielmehr sehr wahrscheinlich von Überlebenden des bislang größten Ebola-Ausbruchs – der vor fünf Jahren für beendet erklärt worden war.

Die Menschen sind besser gewappnet

Auch im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hat die WHO in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Februar wieder einige neue, zusammenhängende Fälle von Ebolafieber bestätigt. Nach den Erreger-Analysen handelt es sich dabei aber offenbar um ein Wiederaufflammen des Ausbruchs in der Region, der im Juni 2020 für beendet erklärt worden war.

Ab Juni 2020 hatte es außerdem im Nordwesten des Landes (Provinz Équateur) einen Ebola-Ausbruch gegeben, bei dem allerdings ein anderer Virusstamm beteiligt war. Dieser Ausbruch war am 18. November für beendet erklärt worden.

Die Menschen in Afrika sind heute im Vergleich zum Ausbruch 2014 bis 2016 besser gegen Ebola gewappnet, betont das RKI: Es gibt inzwischen wirksame Impfstoffe und Medikamente, und zudem können die damals betroffenen Länder auf den Erfahrungen von Gegenmaßnahmen bei dem großen Ausbruch aufbauen. (eb)

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der Bundestag diskutiert darüber, ob eine Corona-Impfpflicht eingeführt werden soll. Die Öffentlichkeit spürt sehr wohl, dass die Politik im Nebel stochert.

© Jens Krick / picture alliance / Flashpic

Kommentar zur Corona-Impfpflicht

Die Debatte ist der Anreiz, nicht die Pflicht

Tendenz weiter nach oben: Mit bis zu 400.000 Infektionen durch Omikron pro Tag rechnen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Präsident Lothar Wieler (l.).

© Wolfgang Kumm / dpa

Neue Testverordnung

PCR-Tests: Details zur Priorisierung kommen nächste Woche

Blick in den Wartebereich einer Notfallambulanz: Künftig sollen Patienten bereits vorab via Ersteinschätzung in den richtigen Versorgungsbereich vermittelt werden.

© Bernd Settnik / ZB / picture alliance

Neuer Reformvorschlag

Digitaler Tresen soll Notfallreform retten