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Heilende Inhaltsstoffe

Warum Bananenschalen Wunden heilen

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BREMEN. Statt mit einem Pflaster werden in vielen Entwicklungsländern offene Wunden mit Bananenblättern oder -schalen bedeckt, selbst größere Wunden lassen sich erfolgreich behandeln.

Forscher haben nun die heilende Kraft von Bananen der Art Musa acuminata genauer unter die Lupe genommen und 70 verschiedene Inhaltsstoffe identifiziert, die für die Wundheilung verantwortlich sein könnten, teilt die Jacobs University Bremen mit.

Den Anstoß für das Forschungsprojekt gab eine von der Alexander von Humboldt Stiftung finanzierte Gastprofessur der aus Nigeria stammenden Pharmazeutin Professor Mubo Sonnibare an der Jacobs University.

Im westlichen Afrika wie in weiten Teilen Asiens sind Bananen traditionelle Heilmittel. Allerdings handelt es sich bei der Musa acuminata um eine andere Art als die in deutschen Supermärkten gängige Cavendish-Banane, der keine Heilkraft zugeschrieben wird.

Wie Kaffee oder Tee zeichne sich die Banane durch viele polyphenolische, also aromatische Verbindungen aus (Food Measure 2018; 12: 1093).

Eiweiße werden verändert

Einige wirken antibakteriell und desinfizierend, andere wiederum adstringierend – ein Effekt, der etwa auf der Zunge spürbar ist. Wenn diese Verbindungen auf die Haut treffen, verändern sie deren Eiweiße und bilden eine Art Schutzschicht über der Wunde.

Um genau festzustellen, welche Heilkraft die einzelnen Verbindungen haben, müssten weitere, aufwändige Versuche durchgeführt werden, denn für die Wundheilung spielt bekanntlich eine ganze Reihe von Faktoren eine Rolle.

"Durch die Forschung haben wir ein tieferes Verständnis über ein traditionelles Arzneimittel gewonnen", wird Professor Nikolai Kuhnert von der Jacobs University in der Mitteilung zitiert. (eb)

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