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Neonatologie

Warum die Frühgeburtenrate konstant bleibt

Zwischen sieben und neun Prozent der Babys werden zu früh geboren. Dass diese Zahl seit längerem konstant ist, hat wohl mit dem Alter der Mütter zu tun.

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Die Frühgeburtenrate für Kinder, die vor Vollendung der 37. SSW geboren werden, liege nach wie vor zwischen sieben und neun Prozent.

Die Frühgeburtenrate für Kinder, die vor Vollendung der 37. SSW geboren werden, liege nach wie vor zwischen sieben und neun Prozent.

© Tobilander / stock.adobe.com

ROSTOCK. Trotz aller Fortschritte in der medizinischen Versorgung von Schwangeren bleibt die Quote von Frühgeborenen unverändert. "Das liegt vor allem am stetig steigenden Alter der erstgebärenden Mütter", sagte Dirk Olbertz, Chefarzt der Neugeborenenmedizin des Klinikums Südstadt in Rostock.

Heute liege das durchschnittliche Alter von Erstgebärenden bei 30 Jahren, in den frühen 1990er Jahren sei es noch bei 23 Jahren gewesen. Dabei sei das Risiko für eine Frühgeburt bei 40-Jährigen doppelt so hoch wie bei 25-Jährigen, berichtete Olbertz vor der 44. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin in Rostock (7.-9. Juni).

Die Frühgeburtenrate (für Kinder, die vor Vollendung der 37. SSW geboren werden) liege zwischen sieben und neun Prozent. "Stationäre Behandlung ist vor allem bei Kindern vor der 36. Woche und unter 2000 Gramm Geburtsgewicht angesagt, " so Olbertz.

Medizinische Fortschritte gebe es bei der Versorgung von extremen Frühchen, die vor der 28. Woche geboren werden. "Hier stellt sich allerdings oft die Frage nach der Überlebensqualität", räumt Olbertz ein. Die Grenzen der Überlebensfähigkeit liegen bei 22 bis 24 Schwangerschaftswochen. "Da überlegen die Mediziner und Eltern gemeinsam, welcher Weg beschritten wird."

Es gehe dann entweder um die palliative Behandlung mit dem Ziel eines würdevollen Sterbens oder einem kurativen Ansatz mit dem Ziel, dass das Kind überlebt. "Es bleibt aber immer das Risiko einer lebenslangen Pflegebedürftigkeit," so Olbertz.

Die Medizin könne die intensivmedizinische Behandlung zwar weiter optimieren, ist Olbertz überzeugt. "Aber es darf nicht das Ziel sein, das Reifealter zum Überleben eines Kindes immer weiter nach unten zu drücken. Das wollen wir nicht."

Zu dem Rostocker Kongress werden mehr als 1000 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet. (dpa)

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