Experimentelle Studie

Was bewirkt Nitroglycerin in den Gefäßen?

Veröffentlicht: 16.09.2016, 10:00 Uhr

MAINZ. Forscher um Professor Andreas Daiber, Universitätsmedizin Mainz, haben neue Forschungsergebnisse zu Nitroglyzerin präsentiert. Eine Studie hat ergeben, dass dieses klassische und lange erprobte antiischämische Medikament im Tiermodell und in der Zellkultur oxidative DNA-Schäden induziert (Basic Res Cardiol 2016; 111(4): 52).

Diese Schäden wiederum führen zu Brüchen in der DNA-Kette und so zur Apoptose.

Ein weiteres Ergebnis: Beim Aussetzen der Nitroglyzerinbehandlung bestanden diese oxidativen Schäden fort und schlugen sich in einer bleibenden, wenn auch geringen Verschlechterung der Endothelfunktion nieder, teilt die Universitätsmedizin Mainz mit.

"Zukünftige Studien müssen diese Befunde im klinischen Alltag verifizieren", wird Daiber, Leiter der Arbeitsgruppe für Molekulare Kardiologie am Zentrum für Kardiologie/Kardiologie I, in der Mitteilung zitiert. "So können wir Nutzen und Risiken organischer Nitrate wie Nitroglyzerin für den Patienten abwägen und entscheiden, ob sie bei chronischer Anwendung zum Vorteil oder Nachteil für den Patienten sind." (eb)

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