Direkt zum Inhaltsbereich

Was zur Ersten Hilfe bei Unfällen mit Gifttieren gehört

BERLIN (ug). Über Unfälle mit Gifttieren sollte man in der reisemedizinischen Beratung vor allem mit denen sprechen, die in Tropen oder Subtropen auf Trekkingtour gehen wollen.

Veröffentlicht:

Der Verlauf von Vergiftungen nach dem Biß einer Schlange oder dem Stich eines Skorpions könne sehr dramatisch sein, so der Rechtsmediziner Professor Dietrich Mebs aus Frankfurt am Main auf einem reisemedizinischen Symposium in Berlin, das das Centrum für Reisemedizin, das Auswärtige Amt und das Tropeninstitut Berlin veranstaltet haben.

Die meisten Vergiftungen durch Tiere seien aber nicht tödlich: Die Mortalitätsrate nach dem Biß von Giftschlangen liege selten über 20 Prozent, selbst ohne Behandlung, so Mebs. Die Maßnahmen zur Ersten Hilfe sollten reisemedizinische Berater vor der Tour erklären:

  • Der Betroffene muß beruhigt werden.
  • Zu unterlassen sind: Einschneiden, Aussaugen oder Auspressen der Bißstelle. Arm oder Bein dürfen niemals abgebunden werden. In die Bißstelle darf nichts eingerieben oder gespritzt werden. Die Bißstelle darf weder gekühlt noch erwärmt werden. Dem Betroffenen darf kein Alkohol oder Kaffee und auch nichts zu essen gegeben werden.
  • Die betroffene Extremität muß ruhiggestellt werden (Arm in Schlinge, Bein schienen), unter Umständen ist Schocklagerung nötig.
  • Ringe und Armbänder müssen entfernt werden (wegen möglicher Ödembildung).
  • Wenn es gefahrlos möglich ist, sollte das Tier identifiziert werden.
  • Rascher Transport zum nächsten Arzt.
  • Die Vitalfunktion muß aufrechterhalten werden.
Mehr zum Thema

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter