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Kommentar

Wenig Stichhaltiges bei Rückenschmerzen

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:

Man mag die Studien schon nicht mehr zählen, die sich mit Nutzen oder Vergeblichkeit epiduraler Steroidinjektionen bei Patienten mit Bandscheibenvorfall beschäftigen.

Die unklare Datenlage ändert indes nichts daran, dass die Prozedur zu den am häufigsten angewendeten nicht-chirurgischen Maßnahmen bei chronischen Beschwerden nach lumbalen Diskushernien gehört.

Eine Gruppe von Schmerzmedizinern aus den USA hat nun eine systematische Übersichtsarbeit zu dem Thema vorgelegt. Die Spreu beiseite schiebend, wollten die Forscher anhand des wissenschaftlichen Weizens die Effekte der epiduralen Spritzenkur nach einem Bandscheibenprolaps dokumentieren.

Eine wesentliche Erkenntnis dabei: Allzu viele Weizenkörner gibt es nicht. Außerdem waren die 23 Studien, die den Qualitätskriterien nach Cochrane genügten, zu heterogen für eine Metaanalyse.

Mehr als ein qualitativer Nachweis dafür, dass chronische lumbale Schmerzen auf epidural verabreichte Steroide ansprechen, sprang deshalb nicht heraus. Quantifizieren ließ sich die Wirkung nicht. Wenigstens scheint nun etwas klarer zu sein, dass epidurale Steroidspritzen nach Diskusprolaps nicht nur häufig, sondern auch nicht völlig vergebens gesetzt werden.

Lesen Sie dazu auch: Bandscheibenvorfall: Wie gut helfen Injektionen?

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