Schweinegrippe-Forum

Wie kommt man an Impfstoff für Eiweiß-Allergiker?

Veröffentlicht:

Ein Kollege fragt: Ich bin niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und behandele täglich schwer chronisch kranke Menschen. Unglücklicherweise leide ich an einer Unverträglichkeit gegen Hühnereiweiß und kann mich nicht mit Pandemrix® impfen lassen. Dass ich als ungeimpfte Person selbst erkranken und Patienten eventuell gefährden könnte, macht mir Sorgen. Leider hat es die Bundesregierung versäumt, an solche Fälle zu denken. Vielleicht können Sie mir einen Weg aufzuzeigen, wie sich Celvapan® oder Celtura® bekommen lässt? Es muss doch einen Weg im vereinten Europa geben.

Dr. Jan Leidel: Auch wenn Sie an einer klinisch relevanten Hühnereiweiß-Allergie vom Soforttyp leiden, ist die Impfung mit einem hühnereibasierten Impfstoff wie Pandemrix® keine absolute Kontraindikation, sollte aber nur unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (Möglichkeit der Schockbehandlung) erfolgen.

Auch ich habe leider keine Möglichkeit, an zellkulturbasierte Impfstoffe zu gelangen. Da die Bundeswehr ihre Angehörigen mit Celvapan® impft, könnte vielleicht hierüber eine Möglichkeit bestehen. Ich weiß allerdings nicht, wie die BW die Impfungen überhaupt organisiert. Celtura® ist zwar mittlerweile zugelassen, aber meines Wissens von den Bundesländern, die eine Option auf Bezug einer verhältnismäßig geringen Menge mit Novartis abgeschlossen haben, noch nicht beschafft. Haben Sie es mal über Novartis in Marburg versucht? Meines Wissens soll es den Impfstoff dort prinzipiell auch in Einzeldosen geben.

Lesen Sie dazu auch: Was nimmt Schwangeren die Angst vor der Schweinegrippe-Impfung?

Fragen im Schweinegrippe-Forum: Warum Krebszellen für Vakzinproduktion? Der Impfstoff für Schwangere lässt noch auf sich warten Patientin mit Rheuma fürchtet zweite Impfdosis Wie impfen unter Marcumar oder bei Thrombopenie?

Für Fachkreise: Hier geht es zum Schweinegrippe-Forum

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Lesetipps
Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?