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Blutstillende Paste entwickelt

Wundversorgung nach Art des Rankenfußkrebses

Eine Paste, mit der sich innerhalb weniger Sekunden Wunden verschließen lassen, hat ein Team des MIT entwickelt. Ihr Vorbild: ein Klebeprotein des Rankenfußkrebses.

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Cambridge. Eine Paste, die auch in blutigen Wunden innerhalb von 15 Sekunden eine blutungsstillende Schicht bildet und die Wunde schließt, haben Forschende des Massachusetts Institute of Techonology (MIT) entwickelt. Das Design ist aus der Natur abgeschaut – genauer gesagt von Rankenfußkrebsen (Nat Biomed Eng 2021; online 9. August).

Wie das Team um Hyunwoo Yuk schreibt, könnte die Paste in Notfallsituationen Einsatz finden – etwa bei traumatischen Verletzungen oder während Operationen.

Lipidhülle wirkt hydrophob

Das Besondere an Rankenfußkrebsen: Sie können sich auf feuchten, rutschigen und verschmutzten Oberflächen festhalten, etwa auf Meeresfelsen. Dazu nutzen die Tiere ein „Klebeprotein“, das von Lipiden umhüllt ist. Diese Lipidhülle wirkt hydrophob, verdrängt also Wasser oder Verunreinigungen, sodass das Klebeprotein direkt und stabil an die Oberfläche binden kann.

Nach diesem Vorbild entwickelte das MIT-Team eine Paste, die bei einer offenen Wunde das Blut (ähnlich dem Wasser auf Meeresfelsen) verdrängt und das verletzte Gewebe verschließt, sodass es zu keinem weiteren Blutverlust kommt. In Tierversuchen habe sich die Paste bereits als effektiv erwiesen, berichten Yuk und seine Kolleginnen und Kollegen. (bae)

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