Ernährungsmedizin

Zehn Zimtsterne pro Woche sind für Kleinkinder genug

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BERLIN (ddp.vwd). Zimt ist in Verruf geraten. Die viel verwendete Sorte "Cassia-Zimt" enthält den Aromastoff Cumarin in hoher Konzentration. Und dieser kann bei empfindlichen Menschen Leberschäden verursachen.

Cumarin ist nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin ein natürlicher Aroma- und Duftstoff, der in vielen Pflanzen enthalten ist. Die leberschädigende Wirkung war bekannt. Erst jetzt jedoch habe man systematisch nachgemessen, wie hoch der Cumaringehalt in Gebäck ist, sagt BfR-Sprecher Jürgen Kundke. Und man sei dabei auf Werte deutlich über dem Grenzwert gestoßen.

Betroffen ist nur der "Cassia-Zimt", bei "Ceylon-Zimt" ist der Cumaringehalt deutlich niedriger. In Fertig-Backwaren steckt laut BfR in der Regel "Cassia-Zimt". Verbraucher können aber nur bei Zimtstangen erkennen, um welche Sorte es sich handelt: Bei "Cassia"-Zimtstangen ist eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen gerollt, "Ceylon"-Zimtstangen dagegen ähneln im Querschnitt einer aufgeschnittenen Zigarre.

Kleinkinder sollten wöchentlich maximal zehn Zimtsterne, 100 Gramm zimthaltige Cerealien oder eine Portion Milchreis mit Zimt essen, rät das BfR. Bei Erwachsenen werden die Werte entsprechend dem Körpergewicht hochgerechnet. Ein 60 Kilo schwerer Erwachsener dürfte demnach 40 Zimtsterne in der Woche naschen.

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