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Kardiologie

Zytokin Midkine fördert Schädigung von Herzgewebe

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnten in einer Studie belegen, dass das Zytokin Midkine eine wesentliche Rolle für den Verlauf einer Myokarditis inne hat (J Exp Med 2019; online 15. Januar).

Die LMU-Forscher um Professor Barbara Walzog und Dr. Ludwig Weckbach aus dem Sonderforschungsbereich „Immunzellwanderung bei Entzündung, Entwicklung und Krankheit“ haben Gewebeproben von Patienten mit Myokarditis untersucht, teilt die LMU mit.

Dabei konnten sie erstmals sogenannte Neutrophil Extracellular Traps (NETs) nachweisen, die Teil der angeborenen Immunantwort sind und bei einer überschießenden Reaktion das Herzgewebe schädigen können.

Die Forscher haben im Rahmen ihrer Studie zudem demonstriert, dass das Zytokin Midkine die Bildung der NETs sowie die Einwanderung der neutrophilen Granulozyten verstärkt, aus deren DNA die NETs bestehen.

Eine anschließende Untersuchung im Tiermodell bestätigte ihre Vermutung: „Die Hemmung von Midkine und der NETs konnte die Herzfunktion signifikant verbessern und das Herz vor dem gefürchteten fibrotischen Umbau schützen“, wird Walzog in der Mitteilung zitiert.

Die Studie könnte einen neuen Ansatzpunkt für die Behandlung eröffnen: „Das Zytokin Midkine stellt eine neue therapeutische Zielstruktur bei entzündlichen Herzerkrankungen dar“, sagt Weckbach. (eb)

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