Ärztemangel im Norden

Mecklenburg-Vorpommern: Ärztekammer fordert Politik zum Handeln auf

Keine Nachfolger für die Praxen und Kliniken, die personell ausdünnen: Aus Sicht der Ärztekammer ist es höchste Zeit, dass die Politik konkrete Schritte gegen den Ärztemangel einleitet.

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Rostock. Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern verlangt von der Politik konkrete Schritte gegen den Ärztemangel. In einer Resolution regt die Kammerversammlung mehr Studienplätze und verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen an, damit junge Arztfamilien im Land bleiben.

„Die Politik muss jetzt handeln", heißt es in einer Resolution. Nach Zahlen der Kammer werden von den derzeit noch 8300 in Mecklenburg-Vorpommern berufstätigen Ärztinnen und Ärzten in den kommenden fünf Jahren rund 1500 in den Ruhestand gehen.

In zehn Jahren fehlen mehr als 2700 Ärztinnen und Ärzte

In den kommenden zehn Jahren fehlen nach ihrer Prognose 2758 Mediziner. Folge laut Resolution: „Viele Praxisinhaber werden keinen Nachfolger finden und die Kliniken werden ausdünnen."

Neben einer verstärkten Medizinerausbildung an den Universitäten sehen die Kammerdelegierten die Politik auch gefordert, die Arbeits- und Lebensumstände besonders in den strukturschwachen Regionen zu verbessern. Als Beispiele für solche Maßnahmen nennt die Kammer unter anderem adäquaten Wohnraum, Kindergartenplätze und attraktive Nahverkehrsangebote, aber auch „bedarfsgerechte Organisationsstrukturen im Gesundheitswesens mit einer Personalausstattung, die Überlastung und Resignation verhindert".

Mit ihren Forderungen adressiert die Kammer die Landespolitik, die am Donnerstag im Schweriner Landtag allgemein über Fachkräftemangel diskutiert. (di)

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