Finanzielle Hilfe

Bayern unterstützt Paare mit Kinderwunsch

Seit Anfang November hilft die bayerische Landesregierung Paaren bei den Kosten für die Kinderwunschbehandlung.

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München. Seit Anfang November hilft die bayerische Landesregierung Paaren bei den Kosten für die Kinderwunschbehandlung. Der Bund gewährt bereits seit 2012 entsprechende Hilfen. Geld fließt aber nur, wenn die Länder auch ein Förderprogramm auflegen.

Dem Beschluss ging eine Initiative des FDP-Fraktionschefs im Landtag, Martin Hagen, voraus. Die CSU griff dies auf, so dass seit Monatsbeginn nun Paare mit gemeinsamem Wohnsitz in Bayern Förderanträge beim „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ stellen können. Unterstützt werden sie von Bund und Land bei der ersten bis vierten Behandlung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI).

Ausgaben von rund sechs Millionen Euro

Beim ersten bis dritten Behandlungszyklus beträgt der Zuschuss bis zu 800 Euro (IVF) oder 900 Euro (ICSI). Beim vierten Versuch sind es sogar bis zu 1600 (IVF) und 1800 Euro (ICSI), da sich die Krankenkassen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mehr an den Kosten beteiligen dürfen. Der Freistaat rechnet mit jährlichen Ausgaben von rund sechs Millionen Euro für das Förderprogramm.

Nach dem Start des Förderprogramms im Jahr 2012 hatte Niedersachsen noch im gleichen Jahr eine eigene Förderrichtlinie aufgelegt. 2013 schlossen sich Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen diesem Schritt an, 2014 folgte Sachsen-Anhalt, 2015 Berlin. Aktuell unterstützen mit Bayern inzwischen zehn Bundesländer Paare mit Kinderwunsch finanziell.

2016 hatte der Bund die Richtlinie geändert, so dass seitdem auch unverheiratete Paare Fördergeld erhalten können. (fst)

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