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Nach fünf Jahren Vorbereitung

Berlin bietet Drogenkonsumenten Drugchecking an

In Berlin können Drogenkonsumenten psychoaktive Substanzen vor dem Konsum jetzt untersuchen lassen. Bei Bedarf ist auch weitere Beratung möglich. Das Land hofft, dadurch das Konsumverhalten beeinflussen zu können.

Veröffentlicht:

Berlin. Fünf Jahre nach dem Startschuss ist das Drugchecking-Projekt in Berlin in der praktischen Umsetzung angekommen.

Wie die Gesundheitssenatsverwaltung am Dienstag mitteilte, können Erwachsene ab sofort Proben psychoaktiver Substanzen kostenlos und anonym in drei Beratungsstellen auf ihre Zusammensetzung hin untersuchen lassen. Bisher wurden im Rahmen des Projektes riskant konsumierende junge Erwachsene sozialpädagogisch beraten.

Laut Gesundheitssenatsverwaltung werden die abgegebenen Proben im Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin analysiert. Das Ergebnis wird an die Beratungsstellen übermittelt, die Konsumenten können dieses etwa nach drei Tagen abfragen. „Fachkräfte der Berliner Suchthilfe erklären die Ergebnisse und beantworten Fragen dazu. Im Bedarfsfall können weitere Beratungen vereinbart werden“, heißt es in der Mitteilung.

Mit dem Drugchecking-Projekt will das Land unter anderem erreichen, das die Konsumenten ihr individuelles Risiko reflektieren, Strategien zur Risikominimierung entwickeln und das Konsumverhalten verändern.

Darüber hinaus erhofft sich die Stadt, neue Konsumtrends frühzeitig zu erkennen und verunreinigte Schwarzmarktprodukte wenigstens vereinzelt aus dem Verkehr ziehen zu können. (juk)

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