Opposition in Mecklenburg-Vorpommern

Warnow-Klinik: CDU beantragt Sondersitzung des Sozialausschusses zu Klinik-Insolvenz

Nach der Insolvenz der Warnow-Klinik will die CDU-Opposition im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wissen, was die Garantie der Landesregierung für die 37 Klinikstandorte wert ist.

Veröffentlicht:
Akten-Ordner mit der Aufschrift "Insolvenz".

Die Warnow-Klinik in Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) hat Insolvenz angemeldet, der Krankenhausbetrieb läuft aber weiter.

© DOC RABE Media / stock.adobe.com

Bützow/Schwerin. Nach der Insolvenz der Warnow-Klinik in Bützow (Landkreis Rostock) dringt die CDU im Schweriner Landtag auf eine umfassende Unterrichtung durch die Landesregierung. Die Oppositionsfraktion beantragte am Mittwoch für den 14. August eine Sondersitzung des Sozialausschusses.

Lesen sie auch

Der CDU-Abgeordnete und frühere Gesundheitsminister Harry Glawe bezeichnete es als „gelinde gesagt unübliches Informationsverhalten der Landesregierung, dass die Mitglieder des Landtages über die Medien von den Ereignissen in Bützow erfahren“. Die Berichte über die Klinik-Insolvenz seien beunruhigend. Daher sei die Sondersitzung zwingend notwendig, um mehr Informationen über die Hintergründe und die zukünftige Ausrichtung des Krankenhauses zu erhalten. Dabei müsse auch die Frage erörtert werden, welche Rolle das Land bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Bützow einnehmen werde, erklärte Glawe.

Garantie für alle 37 Krankenhausstandorte

Seine Fraktionskollegin Katy Hoffmeister forderte eine Überbrückungsfinanzierung durch den Bund bis zum Wirken der tatsächlichen Krankenhausreform. Zudem sieht auch sie das Land in der Pflicht. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sozialministerin Stefanie Drese (beide SPD) hätten sich dazu bekannt, dass alle 37 Krankenhausstandorte in Mecklenburg-Vorpommern erhalten bleiben sollen. „Damit dieses Versprechen kein Lippenbekenntnis bleibt, muss nun mit Blick auf den Klinikstandort Bützow durch entsprechende Maßnahmen des Landes finanziell gegengesteuert werden“, erklärte sie.

Die Warnow-Klinik hatte am Montag Insolvenz angemeldet. Wie Geschäftsführer Wolfgang Grimme betonte, läuft der Krankenhausbetrieb dessen ungeachtet in vollem Umfang weiter. Als Grund für den Insolvenzantrag nannte der Klinikchef eine seit Jahren bestehende strukturelle Unterfinanzierung.

Grimme zeigte sich zuversichtlich, dass aus der Insolvenz heraus ein erfolgreicher Neuanfang geschafft werden könne. Doch sei dafür seitens der Politik Planungssicherheit erforderlich. (dpa)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe