Erhebliche Verzögerungen

Datenpfropf bremst Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern

Erneut gibt es Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testbefunden in Bayern. Diesmal soll der Engpass beim Dienstleister zu suchen sein.

Von Birgit Fenzel Veröffentlicht: 04.09.2020, 14:06 Uhr
Corona-Testcenter am Münchener Flughafen: Dort und an anderen Stellen in Bayern soll es erneut zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen gekommen sein.

Corona-Testcenter am Münchener Flughafen: Dort und an anderen Stellen in Bayern soll es erneut zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen gekommen sein.

© Lino Mirgeler/dpa

München. Die Pannenserie an den bayerischen Teststationen reißt nicht ab. Nach Mitteilung des im Freistaat für Corona-Testungen zuständigen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hakt es erneut bei der Übermittlung von Testergebnissen an den bayerischen Flughäfen, aber auch an Teststationen an den Bahnhöfen und Autobahnen.

Im Rahmen des regelmäßigen Controllings zur Befundübermittelung seien aktuell erhebliche Verzögerungen festgestellt worden, so das LGL in einer Mitteilung am Freitag.

Controlling zeigte Rückstau auf

Während die Labordiagnostik innerhalb der vereinbarten Zeitfenster abgeschlossen werden könne, seien bei den Proben von den bayerischen Flughäfen wachsende Rückstände bei der Befundübermittlung erkannt worden. Die Ursache liege beim verantwortlichen Dienstleister Ecolog. Dieser habe als Grund für die Verzögerung ein technisches Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung angegeben, so das LGL.

Versicherungen des Dienstleisters zufolge bestehe jedoch kein Problem bei der Zuordnung von Probendaten zu Personendaten. Danach sei Befundübermittlung zwar derzeit eingeschränkt, erfolge jedoch kontinuierlich.

Wie lang die Verzögerungen konkret sind, teilte das Landesamt ebenso wenig mit wie die Zahl der Personen, die auf ihr Testergebnis nun länger warten müssen. Die Staatsregierung nach dem ersten Testdesaster versprochen, dass in Bayern niemand länger als 48 Stunden auf seinen Befund warten werde.

Behörde besteht auf Zusicherungen des Dienstleisters

Der Dienstleister sei nun vom LGL nachdrücklich aufgefordert worden, die Übermittlungsprozesse umgehend zu beschleunigen und die Befunde schnellstmöglich zu übermitteln. Dieser habe zugesichert, die Probleme bis Freitagmittag zu beheben.

„Die Dienstleister haben bestimmte Leistungen vertraglich zugesichert“, sagte der neue LGL-Leiter Walter Jonas. Man bestehe darauf, dass diese Zusicherungen zum Schutz der Bürger eingehalten werden.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) läuft es nicht nur an den Flughäfen unrund. Auch die Autobahn-Teststationen und jene am Münchner Hauptbahnhof hinken demnach massiv hinterher.

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