COVID-19

Fortschritte bei der Corona-Impfstoffentwicklung

Die Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2 schreitet voran: In Deutschland könnte im September ein zweiter Kandidat in die klinische Prüfung gehen. In den USA gibt es bereits erste Phase-I-Ergebnisse über den vektorbasierten Impfstoff.

Anne BäurleVon Anne Bäurle Veröffentlicht:
Weltweit befinden sich nach Angaben der WHO derzeit acht Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 in der klinischen Prüfung.

Weltweit befinden sich nach Angaben der WHO derzeit acht Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 in der klinischen Prüfung.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Neu-Isenburg. Ein weiterer Impfstoffkandidat gegen SARS-CoV-2 könnte demnächst in Deutschland in einer Phase-I-Studie geprüft werden. Der Impfstoff-Kandidat, der am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt wurde, basiert auf dem Modifizierten Vacciniavirus Ankara (MVA) als Vektor.

MVA wurde zuvor bereits für den MERS-Impfstoff „MVA-MERS-S“ verwendet und hat sich hier in ersten klinischen Tests als sicher und wirksam erwiesen. MVA-MERS-S konnte daher recht schnell auf das neue Coronavirus angepasst werden.

Produktion läuft bereits

Wie das DZIF berichtet, wird der Impfstoff-Kandidat derzeit vom Unternehmen IDT Biologika in Dessau für die klinische Prüfung hergestellt. „Die Produktion wird voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein, sodass die klinischen Tests im September starten können.“ Außerhalb von Studien werde der Impfstoff in diesem Jahr aber nicht verfügbar sein, so das DZIF.

Aktuell wird in Deutschland bereits ein mRNA-Impfstoff-Kandidat des Unternehmens BioNTech in einer Phase-I/II-Studie am Menschen überprüft. Mit ersten Ergebnissen rechnet BioNTech im Juli.

Moderna meldet erste positive Daten

Am weitesten in der Entwicklung fortgeschritten ist wohl der Impfstoff-Kandidat „mRNA-1273“ des US-Unternehmens Moderna. Auch dieser Kandidat basiert auf mRNA. Anfang dieser Woche berichtete das Unternehmen von ersten positiven Daten aus der Phase-I-Prüfung: mRNA-1273 habe sich als sicher und immunogen erwiesen.

Grundsätzlich gelten auf mRNA-basierende Impfstoffkandidaten als vielversprechend. Allerdings gibt es mit diesem Impfprinzip bisher noch keine einzige zugelassene Vakzine.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Rückblick auf 2024/2025

Studie: Corona-Impfung zu 40 Prozent wirksam gegen Hospitalisierung

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert