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Mecklenburg-Vorpommern

Gesundheitsdaten-Einwilligung via Tablet hat Erfolg

Datenspenden für Gesundheitsforschung: Im Nordosten funktioniert das recht gut. 2000 Patienten der Universitätsmedizin Greifswald machen aktuell mit und stellen Behandlungsdaten bereit.

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Greifswald. An der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) entscheiden sich Patienten zunehmend dafür, Forschungsprojekte mit ihren Gesundheitsdaten zu unterstützen. Nach Mitteilung der Unimedizin im Nordosten haben bislang 2000 Patienten eingewilligt, dass ihre Behandlungsdaten für Forschungszwecke genutzt werden dürfen.

Greifswald war nach eigenen Angaben im August 2020 das erste Universitätsklinikum in Deutschland, das die individuelle Patienteneinwilligung, den Klinik-Consent, eingeführt hat. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 30 Universitätsklinika an der vom Bundesforschungsministerium geförderten Medizininformatik-Initiative (MII). Gemeinsames Ziel ist es, Behandlungsdaten standortübergreifend für die Forschung verfügbar zu machen.

Abfrage erfolgt unmittelbar nach Aufnahme

Dafür wurde in der Initiative ein einheitlicher Text für einen Klinik-Consent entwickelt und mit Ethikkommissionen und Datenschutzbehörden aller Bundesländer abgestimmt. Erhoben wird die Einwilligung unmittelbar im Anschluss an die stationäre Aufnahme in der zentralen Patientenaufnahme. In einem Aufklärungsgespräch werden zentrale Inhalte der Einwilligung erläutert und Fragen der Patienten beantwortet.

Die Einwilligung wird mittels Tablet-Computer dokumentiert und in einer Treuhandstelle der UMG verwaltet. Auf diese Weise können spätere Forschungsprojekte jederzeit prüfen, ob Patienten eingewilligt haben und wie lange die Einwilligung gültig ist. Greifswald will den Klinik-Consent nach der Einführung an allen Schaltern der Aufnahme nun schrittweise auch in den Sprechstunden einführen. (di)

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