Unterstützung in Problembezirken

Hamburg erprobt Gesundheitsfachkräfte an Grundschulen

30 Grundschulen können an dem Projekt von Schulbehörde und Ersatzkassen teilnehmen. 15 Fachkräfte sollen die Kinder bei Fragen von Ernährung, Bewegung und Medienkonsum unterstützen.

Von Dirk SchnackDirk Schnack Veröffentlicht:
In einzelnen Bundesländern werden bereits „Schulkrankenschwestern“ eingesetzt – wie hier in Frankfurt an der Oder. Nun erprobt Hamburg, wie Gesundheitsfachkräfte in den Schulalltag integriert werden können.

In einzelnen Bundesländern werden bereits „Schulkrankenschwestern“ eingesetzt – wie hier in Frankfurt an der Oder. Nun erprobt Hamburg, wie Gesundheitsfachkräfte in den Schulalltag integriert werden können.

© Patrick Pleul/dpa

Hamburg. Speziell geschulte Gesundheitsfachkräfte sollen Kindern an Hamburger Grundschulen künftig gesundheitsförderliches Verhalten vermitteln.

Die maximal 30 teilnehmenden Schulen liegen in Stadtteilen, in denen viele Familien in schwierigen sozialen Lagen leben. Die Schulgesundheitsfachkräfte unterstützen die Schüler bei einer ausgewogenen Ernährung, sich ausreichend zu bewegen, ihren Medienkonsum einzuschätzen und helfen ihnen dabei, ihre eigenen Stärken zu erkennen, um das psychische Wohlbefinden zu fördern.

Behörde stellt 15 Pflegekräfte zusätzlich ein

Für das gemeinsam von den Hamburger Ersatzkassen und der Schulbehörde getragene Projekt stellt die Behörde 15 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger ein, die zusätzlich über einen Bachelorabschluss in Gesundheitswissenschaften verfügen. Jede Fachkraft wird ab Januar zwei Schulen betreuen.

Noch läuft dafür das Interessenbekundungsverfahren unter den Schulen. Fest steht aber bereits, dass an den Schulen Kinder unterrichtet werden, deren gesundheitliche Chancen durch ihr soziales Umfeld gestärkt werden sollen. Ziel ist es, ihnen gleiche Startbedingungen für ein gesundes Leben wie ihren Mitschülern zu bieten.

Integration in den schulischen Alltag wird untersucht

Die Ersatzkassen versprechen sich von ihrem Engagement, dass zum Beispiel die Schulhöfe stärker als bislang zur Bewegung anregen und dass die Fachkräfte den Schülern dabei helfen, weitere Angebote in ihrem Viertel kennenzulernen und in ihren Alltag zu integrieren. Angestrebt wird auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes im jeweiligen Bezirk.

Erkenntnisse soll das auf vier Jahre angelegte Projekt auch zur Frage bringen, wie sich Gesundheitsfachkräfte am besten in den schulischen Alltag integrieren lassen. Über die Kosten machten vdek und Schulbehörde keine Angaben.

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