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Vielen Praxen drohe Insolvenz

Hausärzte wollen Mittel aus dem Brandenburg-Paket

Brandenburgs Hausärzte sind enttäuscht vom „Brandenburg-Paket“ der Landesregierung. Der Verband findet, dass nicht nur Kliniken, sondern auch Praxen von den Hilfsgeldern profitieren sollen.

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Geld aus dem Brandenburg-Paket fordert der Hausärzteverband.

Geld aus dem Brandenburg-Paket fordert der Hausärzteverband.

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Potsdam. Der Hausärzteverband übt Kritik an dem Brandenburg-Paket, mit dem das Land für Krankenhäuser, soziale und gesundheitliche Einrichtungen die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine abmildern will. „Leider wurden erneut die Arztpraxen und Medizinischen Versorgungszentren vergessen, die ebenfalls unter den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der Energiekrise im Land Brandenburg sowie der Inflation und Tarifvertragssteigerungen leiden“, heißt es am Freitag in einer Stellungnahme des von der Walslebener Hausärztin Dr. Karin Harre geleiteten Verbands.

„Die Arztpraxen haben keinerlei Kompensationsmöglichkeiten durch Preissteigerungen oder Ähnliches und haben weder vom Bund noch vom Land eine Unterstützung erhalten“. so Harre. Viele Praxen gerieten deswegen in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten und müssten mit einer Insolvenz rechnen. Der Hausärzteverband forderte, alle gesundheitlichen Einrichtungen in das kreditfinanzierte Hilfsprogramm aufzunehmen.

Zustimmung von Landesärztekammer

Mit dem Brandenburg-Paket unterstützt die Landesregierung Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung dabei, ihre Energieversorgung nachhaltig umzustellen. Desweiteren gibt es finanzielle Hilfen für Einrichtungen und Dienste der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur, um die gestiegenen Energiekosten und die Inflation abzufedern. Die Mittel richten sich hier insbesondere an den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe sowie Gesundheits- und Pflegeschulen.

Die Landesärztekammer hat das Brandenburg-Paket jüngst ausdrücklich begrüßt. (lass)

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