Mecklenburg-Vorpommern

Hausärzteverband im Nordosten startet Impfwoche

Die Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern wollen den Impfturbo nochmals zünden. Das Problem dabei: Es kommt nur ein Bruchteil des bestellten Impfstoffs bei ihnen an.

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Schwerin/Rostock. Trotz Lücken bei der Bereitstellung von Corona-Impfstoff ist die landesweite Impfwoche in Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht des Hausärzteverbands gut gestartet. „Sie ist sehr gut angelaufen, in allen teilnehmenden Praxen sind fast alle Termine vergeben“, sagte der Landesvorsitzende des Hausärzteverbands, Stefan Zutz, am Samstag zum Auftakt. Gleichzeitig klagte er jedoch, dass deutlich mehr Menschen geimpft werden könnten. „Das Problem ist der Impfstoff.“

Zum Teil sei nur ein Bruchteil des bestellten Impfstoffes angekommen. Statt der jeder Praxis zugesagten 48 Impfdosen seien mitunter nur 12 geliefert worden. Die Hausärzte im Land hätten im Sommer mit 70.000 Impfungen pro Woche gezeigt, was sie leisten könnten. Sie seien auch in der Lage, dies zu wiederholen. Wenn die Politik aber ihre Ankündigung wahr machen wolle, bis zum Jahresende 30 Millionen Impfungen zu ermöglichen, dann müsse sie auch genug Impfstoff dafür bereitstellen, mahnte Zutz.

Der Hausärzteverband rechnet damit, dass sich etwa ein Drittel seiner landesweit etwa 1000 Mitglieder an der Impfwoche beteiligen. Laut Robert Koch-Institut besitzen in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 1,08 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz. Mit einer Quote von 67,2 Prozent liegt der Nordosten allerdings weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt von zuletzt 68,8 Prozent. Die höchste Impfquote der Bundesländer weist Bremen mit 80,4 Prozent auf, die niedrigste Sachsen mit 58,4.

Allein in der letzten Novemberwoche wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern rund 85.000 Impfdosen verabreicht. Bei knapp 60.000 handelte es sich dabei um Drittimpfungen. Doch auch die Erstimpfungen nahmen zu. Laut Statistik ließen sich rund 18.000 Menschen im Land die erste Spritze gegen COVID-19 geben. Das waren so viele wie zuletzt Mitte Juli. (dpa)

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