Präzisionsonkologie

Impuls für individuelle Steuerung in Tumortherapie

Das Werner Siemens Imaging Center der Uni Tübingen erhält eine Millionenförderung zur Forschung an bildgebenden Verfahren zur Stärkung der Präzisionsonkologie.

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Schaffhausen/Tübingen. Molekulare und funktionelle Veränderungen beim Krebs besser zu verstehen und durch Bildgebungsverfahren auch visuell darzustellen, verschafft der Medizin bessere Möglichkeiten bei der Krebstherapie.

Deshalb hat sich das Werner Siemens Imaging Center (WSIC) der Radiologischen Universitätsklinik Tübingen und der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen zum Ziel gesetzt, die Bildgebung von Tumoren durch die Kombination von PET und MRT-Verfahren weiter zu verbessern.

Das WSIC darf sich nun nach Uniangaben über eine Fördersumme von insgesamt 18,4 Millionen Euro von der Schweizer Werner Siemens-Stiftung (WSS) freuen. Die Fördersumme erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren, von 2024 bis 2033.

Konkret sollen beispielsweise innerhalb einer einzigen einstündigen Bildgebungsuntersuchung Aussagen zu tumorspezifischen Oberflächenrezeptoren, zellulärem Stress und Stoffwechsel von soliden Tumoren getroffen werden können.

Genauere und schnellere Vorhersagen zum Ansprechen der Therapie

Gekoppelt mit Analyseverfahren des Maschinellen Lernens und innovativen Tracern erleichtere dies die Charakterisierung der Tumoren und damit einhergehend die Steuerung von komplexen Krebstherapien erheblich, da genauere und schnellere Vorhersagen zum Ansprechen der Therapie beim jeweiligen Patienten getroffen werden könnten.

Seit 2008 hat sich das einst kleine Labor laut Uni zu einer hochmodernen Einrichtung mit internationaler Strahlkraft entwickelt. So sei das WSIC ein international hoch-kompetitives, einzigartiges Forschungsinstitut, das die Bereiche multimodale Bildgebung, also die Verwendung von verschiedenen Bildgebungstechnologien und innovativen Bildgebungssonden, und KI-gestützte Datenanalyseentwicklung unter einem Dach vereint. (maw)

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