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Geschäftsjahr 2021

InnKlinikum macht fast 13 Millionen Euro Verlust

Der bayerische kommunale Krankenhausverbund InnKlinikum Altötting und Mühldorf verzeichnet im vergangenen Jahr ein sattes Minus. Vorstandsvorsitzender Ewald spricht von „erschreckenden Zahlen“ und „unschönen Entwicklungen“.

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Altötting/Mühldorf. Das InnKlinikum Altötting und Mühldorf hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Defizit von 12,9 Millionen Euro abgeschlossen. Das bestätigte ein Sprecher des kommunalen Klinikverbundes der Ärzte Zeitung in der vergangenen Woche.

Die Häuser in Altötting und Burghausen verzeichnen ein Minus von 7,8 Millionen Euro, für die der Landkreis Altötting aufkommt. Der Nachbarlandkreis Mühldorf am Inn übernimmt den Fehlbetrag von 5,1 Millionen Euro, der sich an den Standorten in Mühldorf am Inn und Haag in Oberbayern ergeben hat. Ab dem Bilanzjahr 2022 kommen beide oberbayerischen Landkreise in gleichen Teilen für ein Minus auf.

Höhere Tarifgehälter schlagen durch

Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Verlust von 19,8 Millionen Euro erwartet. Gegenüber dem Kreistag in Altötting beklagte Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald Mehrkosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro für Energie und Material und eine zu geringe Anhebung des Landesbasisfallwerts, der lediglich einen Inflationsausgleich von 2,3 Prozent vorsehe. Hinzu kämen höhere Gehälter für Klinikbeschäftigte: Durch Tarifsteigerungen seien vier Millionen Euro mehr zu stemmen.

"Das sind leider alles sehr unschöne Entwicklungen und sehr erschreckende Zahlen", ließ Ewald nach Angaben des „Alt-Neuöttinger Anzeigers“ den Kreistag wissen. Er versicherte, dass die Verantwortungsträger und das Personal des InnKlinikums gemeinsam überlegen, wie sich Kosten einsparen und Erlöse erhöhen lassen. Zentrale Aufgabe sei es aber zunächst, den Klinik-Betrieb aufrecht erhalten zu können. (ths)

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