Uniklinikum Dresden

Kinderpalliativ-Zentrum will Kliniken in ganz Sachsen unterstützen

Das neue Palliativzentrum für Kinder in Dresden soll die Arbeit der Kinderkliniken im Bundesland konsiliarisch begleiten.

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Eröffneten das Kinderpalliativzentrum: Professor Michael Albrecht (Medizinischer Vorstand Uniklinikum Dresden, v.l.), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie seine Frau Annett Hofmann, Zentrumsleiterin Dr. Silke Nolte-Buchholtz und Professor Reinhard Berner (Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum).

Eröffneten das Kinderpalliativzentrum: Professor Michael Albrecht (Medizinischer Vorstand Uniklinikum Dresden, v.l.), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie seine Frau Annett Hofmann, Zentrumsleiterin Dr. Silke Nolte-Buchholtz und Professor Reinhard Berner (Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum).

© Universitätsklinikum Dresden/Stephan Wiegand.

Dresden. Am Universitätsklinikum Dresden ist das sächsische Kinderpalliativzentrum eröffnet worden. Ziel des für ganz Sachsen arbeitenden Zentrums sei es, die häufiger von der häuslichen in die stationäre Versorgung pendelnden Kinder und Jugendlichen mit unheilbaren Erkrankungen rund um die Uhr qualifiziert beraten und unterstützen zu können, teilte die Universitätsklinik mit.

„Wenn Kinder und Jugendliche lebensbedrohlich oder gar unheilbar erkranken, dann bricht für sie und ihre Familien eine Welt zusammen“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Umso wichtiger ist gerade dann für die Betroffenen, eine enge Begleitung und die bestmögliche medizinische Betreuung im stationären Bereich, aber auch im häuslichen Umfeld.“ Kretschmers Frau Annett Hofmann übernahm die Schirmherrschaft für dieses Zentrum.

Seit 2018 im Krankenhausplan

„Dank deutlich verbesserter Diagnostik und innovativer Therapien gelingt es uns immer häufiger, Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Erkrankungen so gut zu versorgen, dass sie und ihre Familien eine Perspektive für ein längeres Überleben erhalten“, berichtete Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.

„Damit aber ist auch die Herausforderung verbunden, ihnen eine größtmögliche Lebensqualität zu sichern.“ 2018 war der Aufbau des Zentrums in den Krankenhausplan des Freistaats aufgenommen worden.

„Zwar leiden und sterben auch Kinder und Jugendliche an schweren lebenslimitierenden Erkrankungen – nicht selten leben sie allerdings lange Zeit mit ihrer Erkrankung“, schätzte die Leiterin des Zentrums, Dr. Silke Nolte-Buchholtz, ein. „Dieses Leben wartet mit zahlreichen Hürden und Anforderungen auf, die Familien benötigen viel Kraft.“ Kinderpalliativversorgung wolle das Leben dieser Familien so gut wie möglich gestalten, sie unterstützen und entlasten. „Anders als bei den Erwachsenen findet Kinderpalliativversorgung nicht nur am Lebensende statt“, sagte sie.

Fünf Ärzte, sieben Kinderkrankenpflegekräfte

Momentan bestehe das Team des Zentrums aus fünf pädiatrisch tätigen Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, sieben Kinderkrankenpflegekräften sowie zwei Sozialpädagoginnen mit der Weiterbildung Pädiatrische Palliative Care und zwei administrativen Assistentinnen.

Das Zentrum habe Kooperationsverträge mit Kinderkliniken in ganz Sachsen geschlossen. Die Ärzte in den externen Kliniken würden entweder dort oder über telefonische Beratung sowie durch Sichten und Bewerten von Patientenakten und Abgeben von Behandlungsempfehlungen unterstützt. Außerdem werde der Fort- und Weiterbildungsbedarf der Ärzte an den Kinderkliniken erfasst und umgesetzt. (sve)

Weitere Informationen auf der Klinik-Homepage

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