Direkt zum Inhaltsbereich

Belegungsdaten

Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein kritisiert Pläne für Meldesystem

Wie schnell muss Transparenz sein? Gesundheitsminister Lauterbach wünscht sich Bettenbelegungsdaten ohne Verzug. Die Kliniken im Norden wissen nicht, wie das gehen sollte.

Veröffentlicht:

Kiel. Die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein haben Pläne von Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) für ein Meldesystem zur Bettenbelegung kritisiert. „Wir tragen gerne zu noch mehr Transparenz bei, aber so ein System muss für die Kliniken mit vertretbarem Aufwand handelbar sein“, sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Patrick Reimund, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die technischen Voraussetzungen für ein solches System lägen derzeit nicht vor. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ über Kritik am Meldesystem berichtet.

Händisches Erfassen der Belegungssituation bedeute für das Personal erhebliche Mehrarbeit, sagte Reimund. Angesichts der Arbeitsbelastung in den Kliniken sei das nicht praktikabel. „Und den Kliniken dann noch mit Sanktionen zu drohen, finde ich ziemlich daneben.“

Lauterbach hatte im Juni auf der 17. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock erklärt, dass sich Deutschland in einer schwierigen Übergangsphase der Corona-Pandemie befinde. Der Datenaustausch müsse künftig viel schneller als bisher ablaufen.

Es könne nicht sein, dass Krankenhausdaten beispielsweise zur Bettenbelegung oder Personalversorgung mit langem Verzug bekannt gegeben würden. Im September, spätestens Oktober, werde ein System zur Verfügung stehen, in dem solche Informationen tagesgenau digital mitgeteilt würden. (dpa)

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt