Impfkampagne

Laumann: STIKO-Empfehlung zu Johnson & Johnson hemmt Corona-Impfaktion in benachteiligten Gebieten

Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll vor allem an Menschen über 60 verimpft werden. NRW hatte für die bestellten Dosen eigentlich andere Pläne.

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Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fürchtet Verzögerungen bei den Impfaktionen in benachteiligten Stadtgebieten und bei Obdachlosen. Grund ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den Impfstoff von Johnson & Johnson vor allem bei über 60-Jährigen einzusetzen, so wie es auch bei AstraZeneca der Fall ist.

„Das macht uns das Leben nicht leichter“, sagte Laumann vor Journalisten in Düsseldorf. Bei den Impfaktionen seien jetzt umfassendere Gespräche mit den Menschen notwendig. Sie müssten entscheiden, ob sie das Risiko der Impfung mit dem Stoff von Johnson & Johnson eingehen wollen, „oder man kann auch sagen, ob sie die Chance nutzen wollen“. Gleichzeitig müssten die Ärzte abwägen, ob der Impfstoff für den jeweiligen Impfling geeignet ist, auch wenn er jünger als 60 ist.

35 Prozent bereits einmal geimpft

NRW will für die Sonderimpfungen 100.000 Dosen zur Verfügung stellen, davon stammen 70.000 von Johnson & Johnson. Für die Verteilung in den Städten würden zurzeit Kriterien erarbeitet, berichtete der Minister. „Ich kann den Impfstoff nicht durch andere ersetzen, weil wir sie nicht haben“, betonte er.

Bislang haben im bevölkerungsreichsten Bundesland 6,3 Millionen Menschen eine Erstimpfung erhalten, das sind gut 35 Prozent der Impfberechtigten. Sein klares Ziel sei es, in NRW im Schnitt jeden Tag ein Prozent der Impfberechtigten zu impfen, sagte Laumann. Das bedeutet, dass in gut zwei Monaten jeder Berechtigte ein Impfangebot erhalten haben sollte. (iss)

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