Rheinland-Pfalz

Masterplan für digitalisierte Gesundheit 2030 gesucht

Rheinland-Pfalz will die Gesundheitsversorgung bis 2030 digital und bedarfsgerecht neu aufstellen. Dazu sucht die Landesgesundheitsministerin den Dialog mit Ärzten, Therapeuten, aber auch Patienten.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:
Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler will bei der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung im Land bis 2030 das große digitale Rad drehen.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler will bei der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung im Land bis 2030 das große digitale Rad drehen.

© Andreas Arnold / dpa / picture alliance

Mainz. Am Donnerstag hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) in Mainz im Rahmen des virtuellen Kongresses „Digitales Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030“ den Startschuss für einen entsprechenden Beteiligungsprozess gegeben, bei dem alle relevanten Akteure zur Umgestaltung des Landesgesundheitswesens eingebunden werden sollen.

Wie Bätzing-Lichtenthäler in ihrem Grußwort betonte, schreite die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland unaufhaltsam weiter voran – so auch in Rheinland-Pfalz. „Die Grundlagen der medizinischen und pflegerischen Versorgung und auch das Zusammenwirken der Fachkräfte unter- und miteinander werden sich in den vor uns liegenden Jahren deutlich verändern“, skizzierte die Ministerin die heutige Ausgangslage.

Es gelte daher, „sich dieser Herausforderung nicht nur zu stellen, sondern auch in einer gemeinsamen Anstrengung den weiteren Transformationsprozess des rheinland-pfälzischen Gesundheitswesens aktiv zu gestalten und ihn nicht nur passiv nachzuvollziehen beziehungsweise ihn lediglich zu erdulden.“

Millionenförderung für Dialog vorgesehen

Um die Partizipation möglichst vieler Stakeholder landesweit sicherzustellen, lädt Bätzing-Lichtenthäler alle Fachkräfte aus der Medizin im ambulanten und stationären Bereich, der Pflege, der Psychotherapie, der Heilberufe, der Körperschaften, der Krankenkassen, aber auch von anderen relevanten Einrichtungen zum strategischen Dialog ein. „Und selbstverständlich können sich auch Patientinnen und Patienten sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligen und einbringen“, so die Ministerin.

Ziel der Initiative ist es, auf den zahlreichen Themenfeldern der medizinischen und pflegerischen Versorgung die aktuelle Situation zu erheben, die Herausforderungen der Zukunft zu beschreiben und zu diskutieren und gemeinsame Maßnahmen und Projekte zu vereinbaren, um den Weg in ein digitales Gesundheitswesen 2030 in Rheinland-Pfalz aktiv zu gestalten.

„Diese Maßnahmen und Projekte sollen einmünden in einen kontinuierlich fortzuschreibenden Masterplan, dessen Umsetzung die Landesregierung in den Jahren 2022 und 2023 nach aktuellem Stand mit signifikanten Beträgen von jeweils einer Million Euro zu fördern beabsichtigt“ – wenn es der jeweilige Haushalt zulasse, schränkte Bätzing-Lichtenthäler ein.

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