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Baden-Württemberg

Hausärzteverband: Umsetzung des Masterplans Medizinstudium nicht weiter aufweichen

Der Hausärzteverband in Baden-Württemberg hält die geplante Verschiebung der neuen Approbationsordnung für ein falsches Signal. Man verliere wertvolle Zeit – schon heute fehlten landesweit 800 Hausärzte.

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Stuttgart. Der baden-württembergische Hausärzteverband sieht die sich andeutende Verschiebung des Starts der neuen Approbationsordnung auf den Oktober 2027 mit Sorge.

„Wir verlieren wertvolle Zeit, die wir nicht haben. Bereits jetzt fehlen über 800 Hausärztinnen und Hausärzte in Baden-Württemberg“, teilte Professor Nicola Buhlinger-Göpfarth, Vorstandsvorsitzende des Verbands, am Donnerstag mit.

Schon jetzt seien fast 40 Prozent ihrer Kolleginnen und Kollegen über 60 Jahre alt. Von daher sei es „unverantwortlich“, dass die Umsetzung des Masterplans Medizinstudium, mit dem die Allgemeinmedizin im Studium gestärkt werden soll, „über Jahre verschleppt wird“.

Kürzlich war ein neuer Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium bekannt geworden, durch den das Startdatum der Verordnung von Oktober 2025 um zwei Jahre nach hinten verschoben wird.

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Um die Kosten für die Bundesländer zu reduzieren, wurde der Masterplan abgespeckt. Die stationären Blockpraktika und das Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin sollen von jeweils sechs auf fünf Wochen gekürzt werden. Ebenso ist auch eine im letzten Staatsexamen verpflichtende Prüfung in der Allgemeinmedizin nicht mehr vorgesehen.

Die Kürzung von Praktika gehe „an dem eigentlichen Ziel vorbei, die Praxisnähe des Studiums zu erhöhen“, sagte die Verbandsvorsitzende Dr. Susanne Bublitz. Trotz dieser Einschränkungen sei die geplante Neuregelung eine Verbesserung im Vergleich zum aktuellen Zustand. Allerdings dürften im weiteren Beratungsprozess nicht noch weitere Elemente, durch die die Allgemeinmedizin gestärkt werden soll, „verloren“ gehen, mahnte Bublitz. (eb)

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