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Bewertung der Corona-Lage

NRW nimmt Abwassermonitoring als Indikator auf

In Nordrhein-Westfalen fließen künftig die Ergebnisse von Abwasserproben aus zehn Kläranlagen in die Bewertung der Corona-Lage ein. Bei den Daten kann es aber noch zu qualitativen Schwankungen kommen.

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Eine Probenauswertung einer Abwasserprobe mit Nachweisen auf Virusgene des SARS-CoV-2 Virus sind in einem Labor auf einem Monitor zu sehen. Nordrhein-Westfalen greift auf diesen zusätzlichen Indikator zurück, um die Infektionsdynamik zu beobachten.

Eine Probenauswertung einer Abwasserprobe mit Nachweisen auf Virusgene des SARS-CoV-2 Virus sind in einem Labor auf einem Monitor zu sehen. Nordrhein-Westfalen greift auf diesen zusätzlichen Indikator zurück, um die Infektionsdynamik zu beobachten.

© Daniel Reinhardt/picture alliance

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen erweitert den Indikatorenmix zur Bewertung der Corona-Lage. Neu aufgenommen werden die Ergebnisse des Abwassermonitorings, in das die Proben aus zehn Kläranlagen einfließen.

NRW beteiligt sich an den bundesweiten Forschungs- und Pilotvorhaben „Dezentrales SARS-CoV-2 Monitoring im Abwasser – COVIDready“ sowie „Systematische Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser – ESI-CorA“. Dazu werden seit dem Frühjahr 2022 insgesamt 16 Kläranlagen beprobt.

Für das Monitoring werden die Ergebnisse aus den zehn Anlagen verwendet, in denen die Daten nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums bereits den notwendigen Standards entsprechen.

Das Verfahren wird noch erprobt

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Corona-Abwassermonitoring nun auf einen zusätzlichen Indikator zurückgreifen können, um die Infektionsdynamik in Nordrhein-Westfalen zu beobachten“, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Mit einer breiten Datenbasis könnten Entwicklungen differenzierter bewertet und Maßnahmen genauer an die Lage angepasst werden.

Aber: „Das Abwassermonitoring befindet sich noch in der wissenschaftlichen Pilotphase und wird fortlaufend weiterentwickelt“, betonte Laumann. Deshalb könne es bei den Daten zu qualitativen Schwankungen kommen.

Nach den bisherigen Auswertungen hat das Monitoring im September einen deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Viruslast gezeigt, im Oktober und November registrierten die Forscher mehr oder minder stagnierende Werteniveaus. (iss)

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