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Hausarztquote als Vorbild

Rheinland-Pfalz will Quote für Kinderärzte auf dem Land

In Rheinland-Pfalz gibt es eigentlich genug Kinderärzte, nur nicht immer dort, wo sie dringend benötigt werden. Daher plant die Landesregierung, eine Quote für Pädiater auf dem Land einzuführen.

Veröffentlicht: | aktualisiert:

Mainz. Rheinland-Pfalz plant die Einführung einer Quote für Kinderärzte auf dem Land nach dem Vorbild der Landarztquote für Allgemeinmediziner. Zwar sei das Bundesland insgesamt gut mit Kinderärztinnen und Kinderärzte versorgt, aber nicht in allen Regionen gleich gut, so das Landesgesundheitsministerium am Montag.

„Eine Unterversorgung bei Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten, egal wo im Land muss verhindert werden“, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium Dr. Denis Alt, nach einem Treffen mit Vertretern des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der Universität Mainz sowie der Landeskrankenhausgesellschaft. Für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Land sei die KV zuständig, aber die Landesregierung wolle bessere Rahmenbedingungen schaffen, um die ambulante kinderärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen zu stärken.

Entscheidend sei, die Expertise und die Erfahrungen aller Beteiligten zusammenzuführen und zu nutzen. Nur so könnten schnell die notwendigen Weichen gestellt werden.

Ein erster Entwurf für ein Gesetz zu einer Kinderarzt-Quote in Rheinland-Pfalz soll bis Ende des Jahres stehen. Grundlage dafür werde das Landesgesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen des Landes Rheinland-Pfalz sein, das die schon seit längeren existierende Landarzt-Quote regelt. Bei der verpflichten sich Bewerber und Bewerberinnen, nach dem Medizinstudium für zehn Jahre als Landarzt oder im öffentlichen Gesundheitsdienst im ländlichen Raum zu arbeiten.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hatte die Kinderarzt-Quote Ende Juni im Landtag angekündigt. Sie solle bei drei Prozent liegen, sagte er seinerzeit.

(chb/dpa)

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