Brandenburg und Baden-Württemberg

Schrumpfkurs für Impfzentren und mobile Teams in zwei Bundesländern

Immer mehr Bundesländer passen ihre Infrastruktur an die Fortschritte der Impfkampagne an. Brandenburg mottet mobile Impfteams weitgehend ein, Baden-Württemberg schließt bis Mitte August die großen Impfzentren.

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Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle: Nach Mitte August sollen die Impfungen in die Regelversorgung übergehen. Die Kreisimpfzentren aber bleiben bis Ende September geöffnet.

Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle: Nach Mitte August sollen die Impfungen in die Regelversorgung übergehen. Die Kreisimpfzentren aber bleiben bis Ende September geöffnet.

© Bernd Weissbrod/dpa

Potsdam/Stuttgart. In Brandenburg endet die Arbeit der mobilen Impfteams von DRK und den Brandenburger Hilfsorganisationen: Am 2. Juli finden die letzten Zweitimpfungen in Sozialeinrichtungen statt.

„Durch das mobile Impfen haben wir es geschafft, den Verwundbarsten und Verletzlichen in der Bevölkerung ein sehr schnelles Impfangebot zu unterbreiten“, sagte Gordon Teubert, Leiter der Abteilung Nationale Hilfsgesellschaft und Projektleiter der Impfstrategie im DRK-Landesverband Brandenburg.

Mehr als 158 .500 Impfungen in rund 1200 sozialen Einrichtungen haben die Mobilen Impfteams nach eigenen Angaben vorgenommen. Nach dem Start in vollstationären Pflegeeinrichtungen versorgten die Teams Bewohnende und Mitarbeitende in ambulanten Wohnformen der Pflege, in Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Einrichtungen der Intensivpflege sowie in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete mit Erst- und Zweitimpfungen. Die mobilen Teams sollen die Landkreise und Kommunen noch fallweise bei regionalen Impfprojekten unterstützen.

Aus für die zentralen Impfzentren

In Baden-Württemberg hat die Landesregierung am Donnerstag beschlossen, die zentralen Impfzentren im Land bis zum 15. August zu schließen. Dagegen wollen die 50 Kreisimpfzentren bis Ende September weiter geöffnet haben. „Die Kreisimpfzentren als dezentrale Strukturen vor Ort in den Landkreisen spielen auch über den 15. August hinaus eine wesentliche Rolle. Sie stellen einen großen Anteil der verfügbaren und aktuell benötigten Kapazität zur Verfügung und werden nach dem 15. August auch die Zweitimpftermine der Zentralen Impfzentren übernehmen“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

Die großen Impfzentren sind bisher zumeist in Messehallen etabliert gewesen. Aufgegeben werden demnach bis Mitte August die Standorte in Freiburg, Ulm, Karlsruhe, Offenburg-Ortenau, Heidelberg, Tübingen, Rot am See sowie in Stuttgart in der Liederhalle und am Robert-Bosch-Krankenhaus. Auch die Zahl der mobilen Impfteams wird bis Mitte August zurückgefahren, kündigte das Ministerium an. Übrig bleiben soll ein „Grundstock“ von 18 mobilen Teams, die dort eingesetzt werden sollen, wo es aktuell nötig ist. Ihre Standorte sind aktuell noch in Planung, heißt es. (lass/fst)

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