Jahrestagung der DGTHG

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgen zeichnen medizinische Forschung aus

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verlieh mehrere dotierte Preise für Leistungen in Forschung und Medizin.

Veröffentlicht:

Hamburg. Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hat Medizinerinnen und Mediziner aus ganz Deutschland für ihre Forschungstätigkeit bei ihrer Jahrestagung ausgezeichnet. Darauf weist sie mit einer Meldung am Wochenende hin:

  • Professor Alexander Assmann von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf erhielt den Ernst-Derra-Preis, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Das ausgezeichnete Projekt sei ein Meilenstein der Arbeitsgruppe „Cardiovascular Biomaterials Engineering and Translational Research“ in ihrer Forschungstätigkeit zur Optimierung biologischer kardiovaskulärer Implantate.
  • Bianca Hermann von der Technischen Universität Dresden bekam den Gefäßchirurgischen Forschungspreis der DGTHG, dotiert mit 5.000 Euro, für ihre Arbeit „Regulation of CD163 receptor in patients with abdominal aortic aneurysm an associations with antioxidant enzymes HO-1 and NQO1“. Das Team beschäftige sich mit anti-oxidativen Mechanismen, zu denen das CD163-Hämoxygenase-1 System gehört, heißt es in der Meldung. Dessen protektive Wirkung habe bereits bei arteriosklerotischen Erkrankungen gezeigt werden können, um Degenerationen der Aortenwand entgegenzuwirken.
  • An Professor Udo Boeken von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verlieh die DGTHG den mit 7.500 Euro dotierten Franz-Köhler-Preis für besondere Leistungen in Forschung oder klinischer Praxis. Seine langjährige Forschung zielt auf die Optimierung der Organprotektion durch Modulation des Ischämie-Reperfusionsschadens in der Herzchirurgie.
  • Der Assistenzarzt Dr. Christopher Gaisendrees von der Universität Köln empfing den Georg Wilhelm Rodewald-Preis 2023. Seine Arbeit „Treatment of acute type A aortic dissection with the Ascyrus Medical Dissection Stent in a consecutive series of 57 cases“ brachte ihm den Preis an. Das Team habe ein spezielles Patientenkollektiv an zwei großen deutschen herzchirurgischen Zentren analysiert, welches im Zuge einer Aortendissektion mit dem Ascyrus Medical Dissection Stent (AMDS) versorgt wurde.
  • Dr. Kun Lu, Assistenzarzt an der Ludwig-Maximilians-Universität München, erhielt den Herzmedizinischen Förderpreis, dotiert mit 2.500 Euro. Seine Arbeit „Maturation of human induced pluripotent stem cell based myocardium by biomechanical stimulation of three-dimensional tissue cultures“ brachte ihm den Preis ein. Der in seiner Arbeit vorgestellte integrierte biomimetische Ansatz vereinfache nicht nur die Herstellung von hochreifem menschlichen, künstlichen Herzgewebe (EHT), sondern könnte auch entscheidende Einblicke in die Biomechanik der Herzentwicklung liefern. (eb)
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